Der Bildungsbericht der OECD ist einmal kein Bericht, der vorwiegend über Schüler Aufschluss gibt, sondern vielmehr den deutschen Arbeits- und Bildungsmarkt in und außerhalb des Landes unter die Lupe nimmt. Wer verdient am meisten, wie viel bleibt am Ende und welche Ausbildung lohnt sich?
Die Antwort ist ernüchternd, Deutschland dreht sich im Kreis und wird nach und nach von anderen Ländern überholt.
Während wir vor 50 Jahren noch weltweit im guten bis sehr guten Mittelfeld spielten, müssen wir heute dieselbe Anzahl an Hochqualifizierten gegen den Fachkraft-Boom aus China verteidigen, denn dort wächst die Zahl stetig. Besonders im Bereich der jüngeren Arbeitskräfte sieht es düster aus, der OECD nach stellen gerade mal 3,1% der jüngeren Arbeitskräfte die länderweiten Hochqualifizierten.
Die Gründe sind bereits auf dem ersten Blick zu erkennen, während Europaweit die Anzahl derjenigen Arbeitskräfte, die einen Universitäts- oder Fachschulabschluss haben, gewachsen ist, ist die Zahl in Deutschland gesunken. Das hat jedoch auch Vorteile, zumindest für den Hochschulabsolventen, denn je weniger Konkurrenz es gibt, desto höher die Löhne und Angebote.
Weniger erfreulich ist jedoch das Ergebnis, dass Menschen ohne Abitur im Gegensatz dazu sehr viel weniger verdienen und eher Arbeitslosigkeit fürchten müssen. weiterlesen »
Analphabetismus in Deutschland ist leider immer noch keine Seltenheit, und weiterhin halten Scham und Angst viele Menschen davon ab, sich zu offenbaren und Hilfe zu suchen.
Doch auch die Politik ist gegen den Analphabetismus in Deutschland offenbar noch immer machtlos – Oder schlichtweg nicht daran interessiert, diesen Missstand zu ändern. Denn das die deutsche Bildungspolitik zu wünschen übrig lässt, ist nichts Neues. Statt konkreter und sinnvoller Reformen bleibt es oft bei ungenauen Phrasen, die zwar ein Umdenken ankündigen, ihr großes Ziel bisher aber nicht erreichen konnten. Doch auch die Eigeninitiative der Betroffenen ist gefordert, denn Angebote können nur dann etwas bewirken, wenn sie auch angenommen und genutzt werden.
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Wäre eine strenge Zugangsbeschränkung für das Gymnasium eine sinnvolle Sache oder behindert sie womöglich den schulischen Werdegang von Jugendlichen? Darüber wird derzeit heftig gestritten, und eine Einigung ist noch nicht in Sicht.
In Sachsen soll eine solche Zugangsbeschränkung fürs Gymnasium bald schon Realität werden, jedenfalls wenn es nach Teilen der dortigen Landesregierung geht. Die angeblich bereits geplante Verschärfung der Zugangsbestimmungen hat eine heftige Debatte um die derzeitige und künftige Bildungspolitik ausgelöst. Nicht nur in Sachsen, sondern in der gesamten Bundesrepublik wird nun darüber diskutiert, wie man den Zugang zu höheren Schulen gestalten sollte.
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