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Bewegte Schule: Ein Konzept für mehr Bewegung

Autor: Carsten
abgelegt in: Schule

Das Konzept „Bewegte Schule“ ist auf den Schweizer Urs Illi zurückzuführen, der in den 1980er Jahren für mehr Bewegung in der Schule plädierte. Bei der aktuell zunehmenden Bewegungsarmut und den entsprechenden Folgen, rückt das Thema wieder vermehrt in das Zentrum der Aufmerksamkeit.


Beim Konzept der bewegten Schule handelt es sich um mehr, als um bloße sportpädagogische Intentionen. Vielmehr geht es darum, dass die Bewegung den gesamten Lern- und Lebensraum einer Schule beeinflusst und sich auch in deren Organisation widerspiegeln soll. Neben der verstärkten körperlichen Aktivität soll auch die innere Bewegung aktiviert werden, sodass nicht nur bewegtes und selbstständiges Lernen und bewegte Pausen, sondern auch eine beteiligende Organisationsstruktur, eine Öffnung der Schule nach außen sowie eine vernetzte Denkweise eine maßgebliche Rolle spielen.

Bewegte Schule und bewegtes Lernen

Bewegtes Lernen wird grundsätzlich in das Lernen durch Bewegung und das Lernen mit Bewegung unterschieden. Beim Lernen durch Bewegung geht es darum, dass die Informationsaufnahme durch zusätzliche Kanäle gestärkt wird, wobei der Bewegungssinn im Vordergrund steht. Das Lernen mit Bewegung ist hingegen darauf ausgerichtet, die Verarbeitung der Informationen mittels Bewegung zu verbessern. Beide Aspekte sollen Einfluss auf die inhaltliche sowie die räumliche Gestaltung der Schule haben und in jedem Fach im Unterricht berücksichtigt werden.

Es geht darum tägliche Bewegungszeiten einzurichten und mehr Bewegungspausen in den Schultag zu integrieren. Hierfür soll das gesamte Umfeld bewegungsgerecht und auch bewegungsanimierend gestaltet sein. Darüber hinaus geht es zudem darum, das starre Schulsystem zu ändern und somit auch diesem zu mehr Beweglichkeit zu verhelfen.

Bewegte Schule: Höhere Leistungsfähigkeit und verbesserte Gesundheit

Durch mehr Bewegung werden auch mehr Sinne angesprochen, was wiederum nachweislich dabei hilft, Informationen besser aufzunehmen, zu verarbeiten und zu speichern. Außerdem steigert Bewegung die Durchblutung und Versorgung des Gehirns, was zusätzlich zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit führt. Der akute Bewegungsmangel der Schüler in Deutschland hat durchaus ernstzunehmende Folgen und Begleiterscheinungen, sodass zum Beispiel Rückenprobleme, Übergewicht, Diabetes aber auch ADHS oder ein erhöhtes Aggressionspotenzial oftmals auf mangelnde Bewegung zurückzuführen sind. Die Bewegte Schule kann hierbei ein geeignetes Konzept sein, dass einen möglichen Lösungsansatz zur Verbesserung der Bildungsqualität und der Gesundheit darstellt.


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