Pisabesieger

Schlauer als die Polizei erlaubt
 


Archiv: Allgemein

Laut einem Artikel des Spiegel vom 10. Mai hat die einst als letzte Rettung für Sitzenbleiber gestempelte Nachhilfe eine neue Funktion erhalten: Die des verlängerten Unterrichtes für durchschnittliche Schulkinder.

Danach nutzen viele Eltern die Nachhilfe auch, wenn keine gravierenden Probleme in der Schule vorliegen und investieren damit zusätzlich Geld in die Bildung des Kindes. Die Nachhilfe als zusätzliche Lernhilfe also.

Diese Beobachtung kann ich vom anderen Punkt des Geschäftes aus bestätigen. Ein Freund von mir gibt seit Jahren Nachhilfe in Mathematik, seine Haupteinnahmequellen haben sich von planlosen Erstsemesterstudenten zu motivierten Kindern gutsituierter Bildungsbürger gewandelt. Die Nachhilfe ist also immer mehr zur “Zusatzhilfe” geworden.

Ich sehe das nicht so schlimm, wie der Spiegel es malt. Es stimmt schon, dass die Eltern ihre Kinder durch Nachhilfe in der Konkurrenzsituation “Schulklasse” besser darstehen lassen und dass weniger gutsituierte Eltern diese Möglichkeit nicht haben. Trotzdem beeinflusst das Abschneiden der Kinder in früheren Klassen über durchschnittliche Leistungen hinaus die Abiturleistung bestenfalls marginal. Natürlich, mit einer sehr schlechten Leistung kommt das Kind nicht aufs Gymnasium, aber alles darüber hinaus ist meiner Meinung nach überflüssige Kosmetik.

Da sollten die Eltern der Kinder lieber mehr Geld für Schulbücher ausgeben und ansonsten Zeit mit ihren Sprösslingen verbringen, um ihre sozialen Fähigkeiten zu stärken. Der Zeitpunkt, wo es auf das Lernen wirklich ankommt, beginnt meiner Meinung nach erst ab der 9. Klasse.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Vom 11. bis zum 16. Mai 08 findet die 59. Intel International Science and Engineering Fair in Atlanta, Georgia, statt und zwei der besten deutschen Nachwuchsforscher werden dabei sein, wenn es darum geht, sich bei mehr als 1.500 jungen Talenten aus 45 Ländern durchzusetzen.

Jugend forscht ist sicherlich nicht nur mir ein Begriff, ich muss da immer sofort an zweckentfremdete Zahnbürsten denken, die mir plötzlich meine Zeitung bringen oder an kleine, nette Roboter, die mir ein Marmeladenbrot schmieren können, kurzum: Was gibt es noch nicht, was kein Mensch braucht? Jedoch muss ich zugeben, dass Martin Maas und Dominik Schubert im quasi noch schulpflichtigen Alter wirklich etwas geleistet haben im vergangenen Jahr und sich auch zu Recht für das große Spektakel in Atlanta qualifiziert haben, denn ihre Projekte gehen weit über das Zahnbürstenniveau hinaus und könnten tatsächlich sogar bahnbrechend sein: Während Martin unsere Datensicherheit im Internet verbessert, hat Dominik aus völlig einfachen Mitteln, zum Teil aus dem Baumarkt, ein abbildendes Spektrometer konstruiert, welches Mineralien identifizieren und verunreinigtes Wasser erkennen kann. Das funktioniert, weil diese Technik nicht einfach nur wie eine Digitalkamera aufnimmt, sondern auch die Farbzusammenstellung aller Pixel analysiert.

Dieses Wochenende müssen die Jungs dann in 18 Wettbewerbsdisziplinen vor einer internationalten Expertenjury beweisen, was in ihnen und ihren Neuheiten steckt, um dann Preise im Wert von vier Millionen US-Dollar und/oder Stipendien zu gewinnen. Ziel dieser ganzen Geschichte soll die Förderung junger Neugierde sein und die Zusammenarbeit des Nachwuchses. Wessen eigene Neugierde jetzt geweckt ist, kann sich auf den 16. Mai freuen, denn da findet die ,,Siegerehrung” im Georgia Wolrd Congress Center statt. Wie es geht, haben die Sieger beim Jugend Forscht 2007 schon erfolgreich vorgemacht.

Ich persönlich ziehe meinen Hut vor soviel Entdeckerlust, die sich so konstruktiv äußert. Immerhin, wir – die jungen Leute – sind ja angeblich auch die Zukunft, so gesehen finde ich es wirklich klasse, was für Gedanken sich die beiden gemacht haben, wie sie unser Leben auf positiver Art und Weise verbessern und sicherer gestalten können. Es ist doch immer wieder erstaunlich, was junge Köpfe imstande zu leisten sind, wenn sie sich von den ausgetrampelten Pfaden weg bewegen und neue Wege gehen. Aber wie war das noch? ,,Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigenen.” – Das sollten wir uns viel öfter zu Herzen nehmen.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Langenscheidt Logo wikipedia ©Langenscheidt

Die Wörterbücher der Firma Langescheidt mit ihren charakteristischen gelben Bücherumschlägen genießen bei Schülern und Studenten einen großen Grad der Anerkennung. Dank dieser Popularität möchte sich die Firma ihr Renommee zu nutzen machen und hat jetzt einen Video-Wettbewerb ins Leben gerufen, der die Kreativität der Schüler fördern soll.

Im Mittelpunkt stehen, wie soll es auch anders sein, die Wörterbücher von Langenscheidt. Aufgabe für die Schüler der der 5.-13. Klasse bzw. alle Jugendlichen zwischen zehn und zwanzig Jahren ist es, rund um das Wörterbuch eine kreative Geschichte zu entwerfen. Zudem muss die Länge des Videos unter drei Minuten liegen auf den gängigen Videoportale youtube.de, myvideo und clipfish zu sehen sein. Noch bis zum 31. Oktober diesen Jahres haben die jungen Filmemacher Zeit, ihr Werk für den Wettbewerb einzureichen.

Lohnenswert ist die Sache allemal, denn mit einem Preisgeld von 1.000 Euro kann ein Schüler schon jede Menge anfangen. Außerdem stellt die Firma Nintendo fünf Nintendo DS zur Verfügung, wo schon ein Langenscheidt Wörterbuch integriert ist.

Eigentlich keine schlechte Gelegenheit, um seine Kreativität in Sachen Film unter Beweis zu stellen. Da generell täglich tausende Videos in der Freizeit eingestellt werden, kann man auch an dieser Stelle mit einer hohen Beteiligung rechnen.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Quizfragen für Kinder

Autor: Carsten
abgelegt in: Allgemein

“Kinder spielerisch lernen lassen”, war jahrelang ein Schlagwort der Vor- und Grundschulpädagogik.

Quizfragen für Kinder

Das führte bisweilen zu merkwürdigen Auswüchsen – in Berlin etwa lehrt man Einjährige Englisch sprechen; aber die meisten Eltern waren es zufrieden, wenn ihre Jüngsten mit Lego spielten, das schult das plastische Vorstellungsvermögen.

Kinder müssen für eine Sache begeistert werden – sonst hegen sie daran kaum Interesse. Wie aber begeistert man Kinder? Die Antwort ist recht einfach: Durch Wettbewerb. In einem Alter, in dem man täglich, wöchentlich Neues lernt, dienen Wettbewerbe der eigenen Versicherung des Gelernten; in diesem Sinn haben sie also durchaus einen pädagogischen Zweck. Es geht weniger um Konkurrenz, als um die Möglichkeit, seine Fähigkeiten in einem bestimmten Rahmen auszuprobieren. Ob sie gewinnen oder verlieren, ist für (kleine!) Kinder gar nicht mal entscheidend – und sollte von den Eltern auch auf keinen Fall in den Vordergrund gestellt werden. Der für das Kind entscheidende Punkt ist, dass ein Wettbewerbsspiel eine “reale” Situation simuliert, in deren Rahmen es sich bewähren muss.

Eine Möglichkeit, Kinder spielerisch zu fördern, sind Quizspiele. Darin wird nicht nur Wissen abgefragt (das ja bei Kleinkindern notwendigerweise noch nicht sonderlich ausgeprägt sein kann), sondern auch schlicht Neugierde geweckt – wo leben die Eisbären? Wie heißt die Hauptstadt von Deutschland? Wie funktioniert eine Ampel? In diesem Sinn sind Quizfragen sicher eine gute Möglichkeit, mit den Kindern gleichzeitig zu spielen und zu lernen. Es müssen ja keine komplizierten Sachverhalte (geschweige denn: Sprachen) behandelt werden – und, ganz wichtig: Eine Belohnung sollte es auf jeden Fall geben! Zeigen Sie Ihrem Kind, das Lernen Spaß machen kann! Unterhalten Sie sich mit ihm über Fragen, die es wirklich interessieren – und “diktieren” Sie ihm nicht, was es zu wissen hat. Damit kommt man nicht weit.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Auf der Plattform SchülerVZ kann sich jeder Schüler kostenlos registrieren und ein persönliches Profil anlegen, in welchem zum Beispiel Hobbies, die Lieblingsmusik oder schöne Zitate eingetragen werden können. Desweiteren können die Nutzer der Seite Freunde oder Bekannte ihrer Freundesliste hinzufügen und sich mit ihnen austauschen. Ob auf der sogenannten Pinnwand oder in selbst angelegten Gruppen – Kommunikation steht bei SchülerVZ ganz oben!

Doch nicht nur persönliche Interessen und Hobbies werden von den Schülern angesprochen. Immer wieder zu finden sind Diskussionen über Lehrer, was leider oft darin ausartet, dass sich die Schüler über diese “das Maul zerreißen” und beleidigend werden. Vorwürfe, dass der Unterricht schlecht sei, sowie Beleidungen gegen die Lehrer selbst sind nahezu alltäglich im SchülerVZ geworden. Ebenso kam es schon vor, dass Schüler sich ein “Fake-Profil” angelegt haben, in welchem sie sich als einer ihrer Lehrer ausgegeben haben. Es existieren bereits zahlreiche “Läster-Gruppen”, denen viele User beitreten, um über ihre Lehrer zu lästern und sie zu mobben.

Andere Personen – darunter fallen natürlich auch Lehrer – auf SchülerVZ zu mobben, ist nicht erlaubt und kann zur Löschung des Accounts führen. Ein solches Verhalten ist nicht nur entwürdigend und unfair. Auch der Sinn der Plattform geht dabei völlig verloren.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...