Da ich im letzten Artikel schon auf Schulabgänger eingegangen bin, greife ich das Topic heute einfach nochmal auf. Denn um die Situation der arbeitslosen Schulabsolventen in den Griff zu bekommen, wurde eine Maßnahmen-Politik veranstaltet, die mittlerweile als hilflose Beschäftigungstherapie dient.
Abschluss in der Tasche und keine Ausbildung in Sicht: leider oftmals traurige Realität. Besonders Hauptschüler haben große Probleme, eine Ausbildungsstelle zu finden und wissen einfach nicht, was sie mit sich und ihrem Leben anfangen sollen.
Daher die Idee der schulischen Maßnahme: Das sind Einrichtungen, die ein Jahr andauern und ähnlich einer Schule funktionieren. Man geht morgens hin, hat Unterricht (Englisch, Mathematik, Sport, etc. ) und lernt ein paar grundlegende Dinge.
Quasi das Ein-Mal-Eins des Lebens. weiterlesen »
Sind Lehrer in sozialpädagogischer Hinsicht wirklich ausreichend geschult und ausgebildet?
Ich hatte in diesem Zusammenhang ja einmal ein brisantes Schlüsselerlebnis. Zugegebenermaßen war ich mit fünfzehn nicht wirklich einfach: Ich war laut, eher bockig, gerne der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, besonders faul, aber eben auch lebensfroh und optimistisch. Nicht zu vergessen: frech. Besonders Probleme hatte ich mit meiner damaligen Mathematik-Lehrerin, die verzweifelt versuchte, meine nummerischen Defizite aufzulösen. Ich dagegen wehrte mich natürlich verhement dagegen, kritzelte weiter lieber Strichmännchen anstatt ordentlicher Gleichungen. Sie biss sich an mir die Zähne aus. weiterlesen »
Begabte Berufstätige, die kein Abitur absolviert haben, sollen jetzt die Möglichkeit bekommen, ihre Karriere vorwärts zu treiben.
Damit auch talentierte Menschen ohne Abitur eine akademische Vollausbildung machen können, soll jetzt das sogenannte ,,Aufstiegsstipendium” vergeben werden, welches auch Meistern und Fachkräften ermöglichen soll, die letzte Karriere-Hürde zu
erklimmen. weiterlesen »
Zwar gibt es seit 2003 mehr Abiturienten, aber trotzdem weniger Studenten!
Generell sind die jungen Menschen ehrgeiziger geworden in den letzten Jahren, so gibt es immerhin siebzehn Prozent mehr gymnasiale Schulabgänger, jedoch wollen diese offensichtlich nicht studieren: Denn die Zahl der Studenten fiel um fünf Prozent.
Und achtundzwanzig Prozent der Abiturienten finden sich in betrieblichen Ausbildungen wieder. weiterlesen »
Die Diskussion über unser Schulsystem ist wieder einmal eskaliert: Die Grünen kritisieren Merkel und fordern weitere Investitionen in die Zukunft unserer Bildung.
Aufgrund der Sachlage, dass es zuviele junge Leute gibt, die die Schule ganz abbrechen, es zu wenig Studenten und zu viele Hauptschüler gibt, die perspektivlos sind, schlugen die Grünen vor, den Solidaritätszuschlag für den Osten in einen sogenannten ,,Bildungssoli” umzuwandeln. weiterlesen »
Sobald die Nachrichten im Fernsehen kommen, driften junge Leute einfach ab. Denken an die nächste Party oder an den aktuellen Schwarm. Doch oftmals nicht aus Desinteresse, sondern einfach aus Unverständnis.
Viele Jugendliche haben keine Ahnung, wenn es um unsere Wirtschaft und ihre Beschaffenheit geht. Da sie keinen Bezug dazu haben und auch nicht finden, lassen sie das Thema – trotz vorhandenen Interesses – meistens wieder fallen, ohne es je richtig berührt zu haben. Die Hürde des Unwissens ist einfach zu hoch, als dass sie mit Leichtigkeit erklommen werden möchte.
Deswegen kann ich dem Vorschlag, Ökonomie als Schulfach einzuführen, nur zustimmen. Denn die Fernsehsender kommen dieser Problematik schon mehr als genug entgegen: Fremdworte werden erklärt oder abgewürgt, schwierige Zusammenhänge anhand von Grafiken vereinfacht und die Sendezeiten verlängert. Doch trotz allem ist ein gewissen Grundwissen einfach vonnöten. Und da kommt eben die Schule mit ins Spiel.
Wissen macht Spaß! – Auch, wenn das spießig klingt und jeder Schüler spätestens hier schreiend davon rennt: Auch den Schülern macht Wissen Spaß. Wenn sie vor dem Tv sitzen und dem Nachrichtensprecher folgen können, fühlen sie sich als Teil der Gesellschaft, können teil haben am Geschehen und werden so auch ermutigt, darin einzugreifen, indem sie zum Beispiel einen wirtschaftsspezifischen Beruf ergreifen. Alles ist möglich – lautet da die Devise.
,,Der Philip stört andauernd den Unterricht!” – Bei so einem Satz schrillen schnell die Alarmglocken vieler Eltern. Da fluten Schlagworte wie ,,Hyperaktivität” oder ,,hochintelligent” die erhitzten Köpfe und es wird herum gerätselt, was nicht stimmt, mit dem Jungen. Einfach nur faul oder tatsächlich hochbegabt?
Ich entsinne mich noch genau, wie mein sechsjähriger Bruder mich vor versammelter Mannschaft völlig blamiert hat. Ein Mädchen wollte etwas über ein bestimmtes Sternenbild wissen und ich – die überstolze große Schwester – habe mich natürlich sofort in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gedrängelt und weiterlesen »
Die richtige Bewerbung ist bei der Jobsuche das A und O! Wer da keinen bleibenden, positiven Eindruck hinterlässt, hat auch keinerlei Aussichten auf Erfolg. Dabei war das Foto immer sehr aussagekräftig, doch seit 2006 dürfen Personalabteilungen ganz offiziell keines mehr verlangen.
Mir wurde in der Schule noch fest eingebläut, dass das richtige Bewerbungsbild das Wichtigste ist. Bei wem das Lächeln nicht stimmen würde, der würde gleich aussortiert. weiterlesen »
Nach dem Schulabschluss suchen viele Abgänger einen Ausbildungsplatz, um danach eine feste Anstellung für einen Job zu bekommen.
Dieses Jahr sollen scheinbar mehr Lehrstellen auf dem Markt angeboten werden. Ende September werden die neuen Ausbildungen in diesem Jahr wieder beginnen. Wer einen Platz bekommen hat, kann sich freuen, denn bislang konnte nicht jeder das von sich behaupten. Durch den derzeitigen Konjunkturanstieg in der Wirtschaft, können sich mehr Jugendliche auf potenzielle Stellen bewerben.
Im Jahr 2008 werden vermehrt Auszubildende für Bereich Versicherungen, Hotelgewerbe, Bankwesen und Elektriker gesucht. Auch wenn viele Jobanwärter angeblich genau wissen, was sie wollen, sind sie allerdings nicht immer dafür geeignet. So sind zum Beispiel bei der Bewerbung für eine technische Ausbildungen gute mathematische fast unumgänglich. Bewerber sind vorhanden, nur die Qualifikationen sind nicht gegeben. Die Berufswahl sollte daher den persönlichen Fähigkeiten entsprechen.
Wichtig ist es daher ganz genau vorher über die Ausbildung und den späteren Job zu informieren. Man sollte sich Kenntnisse über notwendige Anforderungen aneignen und sich bei Berufsratgebern über Ausbildungsmöglichkeiten erkundigen. Hinweise und Adressen bekommt man zum Beispiel beim Berufs-Informationscenter.
Das Bildungssystem in Japan unterscheidet sich von dem in Deutschland durch zwei Dinge: Spezialisierung und Schwierigkeitsgrad.
Die Schulpflicht beträgt ähnlich wie bei uns 9 Jahre, doch ist die Gliederung des Schulsystems differenzierter. Die durch Förderung des Staates öffentliche Grundschule dauert 6 Jahre. Vor der Grundschule sind die meisten Kinder in einem Ganztagskindergärten oder Hort aufgewachsen, diese sind eher auf Lernen als auf Spielen ausgerichtet. Während der Grundschulzeit kann man nicht sitzenbleiben. Nach der Grundschule folgen drei Jahre Mittelschule. Hier gibt es bereits private Schulen, die gegen hohes Entgelt die Schüler auf die schwere Oberschule vorbereiten sollen.
Obwohl die Schulpflicht nach der Mittelschule endet, gehen die meisten Japaner den Schritt auf die Oberschule weiter. Diese existiert als allgemeine oder fachspezifische Oberschule. Die Abschlussprüfung dieser Bildungsinstanz ist für viele Schüler ein Alptraum. Um hier zu bestehen, und damit den einzigen halbwegs gesicherten Weg in die Arbeitswelt anzutreten, müssen sie eigentlich 3 Jahre lang den ganzen Tag lernen, weil zur ausreichenden Stoffvermittlung neben der Arbeit im Klassenzimmer zusätzlich Abendkurse notwendig sind.
Die Qualität des Abschlusses an der Oberschule bestimmt den weiteren Werdegang des Teenagers. Mit einem sehr guten Abschluss kann er sich für die renommierten Hochschulen in Tokio bewerben, sollte er es tatsächlich dorthin schaffen, ist ihm nach dem Abschluss eine Karriere so gut wie sicher. Dementsprechend schwierig ist es für Oberschüler auch, an eine dieser Eliteuniversitäten zu kommen. Nichtsdestotrotz träumen viele Eltern davon, ihre Kinder dorthin schicken zu können, damit diese später renommierte Anwälte oder Psychiater werden.
Das Karrieredenken in Japan ist sowieso ein anderes als hier in Deutschland, was ich hier angedeutet habe, zeigt sich ja schon in der Struktur des Bildungssystems: Der klassische Weg des japanischen Schülers beginnt mit 3 Jahren im Kindergarten und endet mit viel Glück und Talent in einem Abschluss an einer angesehenen Hochschule. Dabei sind die Hochschulen im Vergleich zur Oberschule sogar recht einfach zu bewältigen, es ist vor allem schwierig, erst einmal auf einer Universität angenommen zu werden.
Hier zeigt sich der wesentliche Unterschied zum deutschen Schulsystem. In Deutschland werden Kinder bis 10 Jahren im Idealfall behutsam an das Lernen und den Stoff herangeführt. Die Aufteilung in Hochschule, Realschule und Gymnasium mit Ausbildung oder Universität ermöglicht viel Freiheit in der eigenen Karrieregestaltung und lässt nebenher Platz für andere Dinge. Das japanische Bildungssystem hat eine höhere Durchschnittsbildung der Schüler zur Folge, weil eigentlich fast jeder nach Grund- und Mittelschule auch noch die Oberschule besucht. Dafür bleibt den Schülern in den letzten 3 Jahren keine Freizeit, die Belastung ist immens hoch und führt bei vielen Teenagern zu Problemen bis hin zur psychischen Erkrankung.
Es ist schwierig, von deutscher Position aus über dieses System zu urteilen, weil die Fremdartigkeit der japanischen Kultur und vor allem ihre unbedingte Ausrichtung auf beruflichen Erfolg vom “westlichen” Standpunkt her schnell Abwehrreflexe hervorruft. Trotzdem, im Gegensatz zu unserem Bildungssystem hat Japan keine Probleme mit der Pisastudie. Das macht sich auf dem globalen Arbeitsmarkt immer öfter bemerkbar.