Pisabesieger

Schlauer als die Polizei erlaubt
 


Archiv: Bildungspolitik

Die geplante schwarz-grüne Schulreform in Hamburg ist am letzten Sonntagabend durch einen Volksentscheid gescheitert. Doch wie geht es nun weiter?

Grundschule stefan.eissing ©Flickr

Die Schulreform in Hamburg wurde von der schwarz-grünen Koalitionsregierung im April 2008 in einem Koalitionsvertrag ausgehandelt und im Oktober 2009 durch die Hamburgische Bürgerschaft beschlossen.

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Qualitätssiegel für Schulen

Autor: Carsten
abgelegt in: Bildungspolitik

Besser, schneller, weiter- dies ist auch das Motto von Schulen in Deutschland. Um seinem Kind die bestmögliche Schuldbildung zu ermöglichen, kann man sich anhand von verschiedenen Qualitätssiegeln orientieren.
Qualitätssiegel©FlickrAmirK.
Bildungssache ist Ländersache und so hat auch jedes Bundesland sein ganz eigenes Qualitätssiegel für seine Schulen entwickelt. Meist geht es dabei um das Vorhandensein von berufsvorbereitenden Maßnahmen. Doch auch andere Bereiche werden mit besonderen Preisen ausgezeichnet. weiterlesen »


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Wer erinnert sich nicht an die Aufmärsche der Studentenmassen im Jahre 2009. Tausende und abertausende Studenten, Schüler und Azubis haben ihre Stimme erhoben, um Kritik an dem Deutschen Bildungssystem zu üben. 2010 geht der Bildungsstreik in die nächste Runde. Vom 07.06.2009 bis zum 11.06.2010 findet bundesweit die Bildungsstreikwoche statt.

Auf dem Weg in Richtung Veränderung! von milestones © Flickr

Die Bildungsstreikwoche 2009 konnte an niemandem vorbeigehen, denn in so ziemlich jeder Universitätsstadt liefen die Studenten durch die Straße. 2010 findet nun die nächste Bildungsstreikwoche statt. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, auf die Missstände des Bildungssystems aufmerksam zu machen und konkrete Forderungen an die Bildungspolitik zu stellen. weiterlesen »


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Wirft man einen genaueren Blick auf das deutsche Bildungssystem, so stellt sich Ernüchterung ein. Noch nie war das Hauptschulsterben größer.

von Pink Sherbet Photography © Flickr

Hauptschulsterben das ist einer dieser Begriffe den noch nie jemandem wirklich Ohren gekommen ist, doch hinter diesem Neologismus steckt weit aus mehr als die Schließung von ein par Hauptschulen. Alleine das Wort sterben impliziert, dass wir uns in einer ernsthaft misslichen Situation befinden, denn der enorme Hauptschulrückgang ist Zeichen ernstzunehmender Bildungspolitischer Mißstände. weiterlesen »


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Eine Studie der Bertelsmann Stiftung hat ergeben, dass Risikoschüler in Deutschland, also Schüler, die in einem Alter von 15 Jahren gerade mal über die Sprach- und Rechenkenntnisse eines Grundschülers verfügen, den Staat über acht Jahrzehnte hoch gerechnet bis zu 2.800.000.000.000 Euro einbußen lassen könnten.

Risikoschüler – die wahren Bildungsverlierer  ©Flickr.com/anniferrr

Risikoschüler, mehr als eine finanzielle Last

Risikoschüler, damit sind Kinder gemeint, die nach Maßstäben der Pisa Studie mit 15 Jahren nur schlecht oder kaum lesen und schreiben können und damit so schlecht ausgebildet sind, dass sie keine Ausbildung nach der Schule aufnehmen können. Das sind in Deutschland immerhin 20% der 15 Jährigen, die man hauptsächlich an Haupt- und Gesamtschulen findet. Hier liegen die Ergebnisse in der Schulbildung so schlecht, dass ca. die Hälfte bis drei Viertel der Schüler nachdem sie die Hauptschule verlassen, kaum berufliche, gesellschaftliche und kulturelle Handlungsfähigkeiten besitzen. weiterlesen »


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Schule macht den meisten Kindern irgendwie so gar keinen Spaß. Besonders im Sommer, wo es viel spannender wäre, in der Eisdiele zu sitzen, zu rauchen und dem hübschen Kellner nachzuschauen und so generell über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu plaudern: Jungs, Mädchen und ausgetauschte Zärtlichkeiten.

Eis

Und für so einen sonnigen Nachmittag wird auch schon mal die Schule geschwänzt. Finden Eltern natürlich nicht so gut, Lehrer schon mal gar nicht. Aber was man nicht weiß, das macht ja bekanntlich auch nicht heiß. Und mal ganz ehrlich mit Hand auf´s Herz: Haben Sie nicht auch schon mal die Schule geschwänzt? Ich kann mich erinnern, viele oben beschriebene Nachmittage mit meiner besten Freundin verbracht zu haben. Wir haben Eis gegessen und Kaffee getrunken. Ich kann Ihnen sagen, das waren wirklich herrliche Nachmittage ;-) . weiterlesen »


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Im letzten Artikel ging ich ja schon über die berühmten “Spätzünder” in der Schule ein. Und deshalb schreibe ich heute nochmal über das Sitzenbleiben, das derzeit ja in aller Munde zerkaut wird.

Mädchen auf einem Stuhl

Die obligatorische Ehrenrunde. Sie wird mit einem Lächeln in Kauf genommen, man klopft dem Sprössling auf die Schulter: Jaja, der Papa hat das auch hinter sich, in der Neunten, damals. Einmal sitzenbleiben ist irgendwie kaum ein Problem, das kann ja mal passieren. So nicht in Hamburg. Derzeit werden wieder verschärft Reformen losgetreten, die das Sitzenbleiben verhindern und die spezielle, individuelle Förderung stärken sollen. Sitzenbleiben wird aufgetunet, bekommt ein neues Image: Weg mit der Verharmlosung, her mit der Verteufelung. Über Hamburg schreibt übrigens auch dieser Blog.

Warum? Weil wir alle keine Zeit mehr haben. Alles muss jetzt flott gehen, bitteschön. Die Einführung des Bachelor-Studiums hat den Studenten das Leben schwer gemacht, es wird geschwitzt und geackert, anstatt herum gefläzt und gefeiert. Das straffe Programm sorgt in der Regel für schnelle Karriere. Kluge Köpfe braucht das Land. Und weil das ja im Studium so gut funktioniert, wird das Anziehen der Zügel wohl auch in der Schule helfen. Bestimmt. weiterlesen »


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Schüler motivieren und animieren, sich in der Schule zu engagieren, einzubringen und fleißiger zu werden. Manchmal hilft das alles aber nichts, da müssen dann auch die Eltern ,,ran”. Doch wie macht ,,man” das am Besten?

Einkaufscenter

Ein waghalsiges Projekt steht deshalb derzeit im Vordergrund: Eltern sollen erzogen werden. Diese, die sich nicht kümmern, ihr Kind im Bett liegen lassen, keine Schulbrote schmieren und nicht zu Elternsprechtagen kommen.
Diese möchte man dazu animieren, sich mehr um die schulische Situation ihrer Kinder zu kümmern, deshalb sollen ,,Belohnungen” für diese Leute eingeführt werden. weiterlesen »


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Viele nutzen den Jahreswechsel, um Bilanz zu ziehen. Sind Vorsätze realisiert worden? Erfolge zu verbuchen? Was ist erreicht worden und von welchen Träumen und Illusionen musste man sich vielleicht schmerzhaft lösen? Was hat man dazu gelernt und wo geht es als nächstes hin? Auch ich möchte nach einem bildungstechnisch turbulenten Jahr Rückblick halten.

Schulfrust

Ich würde sagen, 2008 ist bezüglich PISA und co. ein Jahr gewesen, in dem viel Schall und Rauch geblasen wurde, ansonsten aber nicht so recht viel passiert ist. Es schien mir, als hätte sich keiner getraut, mal auf den obligatorischen Tisch zu hauen und durchzugreifen. Stattdessen feierte eine halbherzige Reform nach der anderen ihren Einzug, bevor sie manches Mal nur wenige Monate später den großen Politikern wieder wie ein geprügelter Hund zurück unter den Teppich krabbelte, wo sie diskret, aber beherzt, verschämt wieder ins Abseits gekehrt wurde. weiterlesen »


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Ich sag´s ja, unser Land ist verzweifelt. Besonders, was die Bildung anbelangt. Plötzlich wird Geld zum Fenster hinaus geworfen und jetzt sollen Laien die besseren Lehrer sein.

lesender Schüler

Im Internet stieß ich auf einen Artikel, der den Vorschlag offerierte, in Deutschland einfach bessere Hochschul-Absolventen einige Jahre lang unterrichten zu lassen. Diese würden anstelle von richtigen Lehrern eingesetzt werden und die Leistung der Schüler verbessern.
Woher diese Schnapsidee stammt? Natürlich von dort, wo alle Schnapsideen herkommen: aus den USA.
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