Pisabesieger

Schlauer als die Polizei erlaubt
 


Archiv: Bildungspolitik

Ich sitze gerade ganz gemütlich vor meinem Laptop, trinke Kaffee und höre Radio, als mich eine Nachrichtenmeldung gänzlich erschlägt: Da werden gerade Unsummen in unsere Bildung investiert. Ich sollte mich freuen. Eigentlich.

Geld

Da schwafele ich in diesem Blog monatelang davon, dass die deutsche Politik endlich in die Bildung und unsere Schulen investieren soll und dann wirft der ,,Laden da oben” doch tatsächlich mehr als 50. 000 Euro für eine Schule aus dem Fenster und ich bin einfach nur sprachlos. Keine Freude, kein Lächeln, keine Regung, nichts. Ich bin einfach nur fassungslos. weiterlesen »


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Unsere Gesellschaft wird immer durchsichtiger, der Mensch immer mehr eine Nummer in verschiedenen Datenbanken. Alles wird festgehalten, die Freiheit immer mehr beschränkt. Schon länger rebelliert eine Gesellschaft, die sich immer weiter in eine Ecke gedrängt fühlt.

Auge © Pixelio/geraltSo passiert das jetzt auch in den Schulen. Eine landesweite Datenbank in Bayern soll den schulischen Werdegang eines jeden jungen Menschen dokumentieren - und zugänglich machen. Damit soll beispielsweise die Schulpflicht kontrolliert werden. Und eventuelle Schulwechsel erleichtert.
Eine Verfassungsklage wird eingereicht. weiterlesen »


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In Berlin läuft zur Zeit ein neues Volksbegehren an. Die Macher von “Pro Reli” setzen sich dafür ein, dass in Berliner Schulen ein Wahlpflichtfach “Religion” bzw. “Ethik” eingeführt wird. Dieses würde das Pflichtfach “Ethik”, welches zur Zeit gelehrt wird, um einen kulturell und religiös orientierten Abschnitt der schulischen Ausbildung ergänzen.

In einem Interview mit der Berliner Morgenpost erklärte der Vorsitzende des Vereins Pro Reli, Christoph Lehmann, warum er es für notwendig hält, dass die Schüler sich wieder mehr auf ihre Religion besinnen. “Es geht auch um das grundsätzliche Verhältnis zwischen Staat und Kirche.”, so Lehmann. “Die Frage ist doch, ob der Staat seine eigenen Werte macht oder ob er (sic) sie aus dem Zusammenspiel der verschiedenen Gruppierungen, die den Staat ausmachen, entstehen.”

Die Kirche als Schule - ein antiquiertes Modell © flickr / bachweb

Jetzt also wieder Religionsunterricht? Um Werte zu vermitteln, die knappe 2000 Jahre alt sind? Meiner Meinung nach ist das ein Rückschritt.

Gerade bei der kulturellen und religiösen Diversität in Deutschland, speziell in Berlin, bräuchte man nicht nur evangelischen und katholischen, sondern mindestens noch islamischen Religionsunterricht in der Schule, um den von Herrn Lehmann geforderten Anspruch nach individuellen kulturellen Werten zu befriedigen. Und letztendlich sind Schulen ebenfalls ein Instrument des Staates, staatlich geförderter Religionsunterricht würde also nicht wirklich ein Zusammenspiel verschiedener Gruppen, sondern nur das Abarbeiten eines staatlich festgelegten Lehrplans erreichen.

Religion und Schule haben nun mal nichts mehr miteinander zu tun.


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Eine der neuen Schul-Reformen beschloss, dass Schüler künftig schon ab der zwölften Klasse Abitur absolvieren und nicht erst nach der dreizehnten. Eine stark umstrittene Reform, die Deutschlands Klassen da überspülte und ich frage mich, was für Konsequenzen diese Welle hat.

Da werden heftige Vorwürfe losgelassen, auf unsere Bildungspolitiker, die sich das von ganz oben ausgedacht haben: Kinder verlieren ihre Kindheit, könnten nicht mehr spielen, hätten keine Freizeit. Hobbys würden aufgegeben und nur noch gelernt werden.Auch soll der Druck auf den ,,Kleinen” zu hoch sein, denn was damals in neun, muss nun in acht Jahren gelernt werden. Bis nachmittags Unterricht und wenn nach Hause gekommen wird, müssen noch Hausaufgaben erledigt werden.

Dabei wird oftmals schnell außer acht gelassen, dass wir - was Pisa und co. betrifft - in Europa ganz weit hinten liegen. Unser Schulsystem ist ein längst rostiges Gebilde aus einer europäisch gefühlten Steinzeit - und eben längst überholt. Bis nachmittags Unterricht - wieso denn nicht, bei ausreichender Mittagspause? Der junge Mensch ist mit Freunden zusammen, hat auch künstlerische, sportliche oder freizeitgestalterische Fächer, kann sich also auch hier ,,austoben” und wird zudem gefördert!
Des Weiteren gab es ja auch eine Reform des Lehrplanes. Sozialpädagogisch verteilter Lernstoff, der auch noch einmal ,,entstaubt” wurde und nun im neuen Anstricht erscheint. Vielleicht sind viele Fächer nun etwas kompakter gehalten, jedoch eben so strukturiert, dass der Schüler im Grunde genommen keine wirklichen Probleme bekommen kann. Und was den Nachmittagsunterricht betrifft - wie ist das mit Hauptschülern, die in der Regel schon mit siebzehn eine Lehre beginnen und bis in den frühen Abend arbeiten? Da schwingt niemand protestierende Fähnchen und auch keiner grummelt über verpasste freie Zeiten.

Ich finde die Reform gut. Denn sie markiert vielleicht einen klitzekleinen ersten Wendepunkt in unserer Bildungspolitik. Mal davon abgesehen, dass es auch Chancen beinhaltet, früher ,,fertig” zu werden. Ein Jahr Ausland? Oder doch lieber erst einmal jobben? Alles kein Problem mehr, wenn der junge Heranwachsender nicht unter Zeitdruck steht. Im Gegenteil. Er kann sich entspannt und ausgiebig der Planung seiner Zukunft widmen ;-) .


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Irgendwie klingt das wie die schwarzweiß Verfilmung einer Geschichte, die (eigentlich) längst hinter uns liegt: Die Geschlechtertrennung in der Schule.

Meine Cousine hat auf einem katholischen Mädchengymnasium ihr Abitur absolviert. Und beinahe hätte es auch mich dorthin ,,verschlagen” - heute bin ich sehr froh über den Umstand, der mich zum genauen Gegenteil führte: Einem gemischen technischen Gymnasium. Jedoch möchte ich den Punkt Geschlechtertrennung einmal ausführen, da es doch ein diskussionswürdiges Thema ist. weiterlesen »


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Erschreckende Bilanz: Die Schüler machen heute mehr als doppelt soviele Fehler in der Rechtschreibung als noch vor der Reform!

Rechtschreibreform © Pixelio/Krümel

Mehr als zehn Jahre sind seit der Rechtschreibreform vergangen, Zeit genug also, um ,,Gras über die Sache wachsen zu lassen”, wie es so schön heißt. weiterlesen »


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Zeugnis-Noten können durchaus krank machen, wenn der Druck zu hoch ist.

Note sechs © Pixelio/hofschlaeger

Meine Tante ist selber Lehrerin und seit langem eine Gegnerin von Noten. ,,Man könne die Leistungen nicht in Zahlen quetschen.” Und: ,,Man kann Kinder nicht anhand dieser stupiden Einteilung bewerten.” weiterlesen »


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Begabte Berufstätige, die kein Abitur absolviert haben, sollen jetzt die Möglichkeit bekommen, ihre Karriere vorwärts zu treiben.

Damit auch talentierte Menschen ohne Abitur eine akademische Vollausbildung machen können, soll jetzt das sogenannte ,,Aufstiegsstipendium” vergeben werden, welches auch Meistern und Fachkräften ermöglichen soll, die letzte Karriere-Hürde zu
erklimmen. weiterlesen »


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Zwar gibt es seit 2003 mehr Abiturienten, aber trotzdem weniger Studenten!

lernen © Pixelio/Pixelquelle13a

Generell sind die jungen Menschen ehrgeiziger geworden in den letzten Jahren, so gibt es immerhin siebzehn Prozent mehr gymnasiale Schulabgänger, jedoch wollen diese offensichtlich nicht studieren: Denn die Zahl der Studenten fiel um fünf Prozent.
Und achtundzwanzig Prozent der Abiturienten finden sich in betrieblichen Ausbildungen wieder. weiterlesen »


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Die Diskussion über unser Schulsystem ist wieder einmal eskaliert: Die Grünen kritisieren Merkel und fordern weitere Investitionen in die Zukunft unserer Bildung.

Tafel © Pixelio/theObserver

Aufgrund der Sachlage, dass es zuviele junge Leute gibt, die die Schule ganz abbrechen, es zu wenig Studenten und zu viele Hauptschüler gibt, die perspektivlos sind, schlugen die Grünen vor, den Solidaritätszuschlag für den Osten in einen sogenannten ,,Bildungssoli” umzuwandeln. weiterlesen »


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