Pisabesieger

Schlauer als die Polizei erlaubt
 


Archiv: Bildungspolitik

Irgendwie klingt das wie die schwarzweiß Verfilmung einer Geschichte, die (eigentlich) längst hinter uns liegt: Die Geschlechtertrennung in der Schule.

Meine Cousine hat auf einem katholischen Mädchengymnasium ihr Abitur absolviert. Und beinahe hätte es auch mich dorthin ,,verschlagen” – heute bin ich sehr froh über den Umstand, der mich zum genauen Gegenteil führte: Einem gemischen technischen Gymnasium. Jedoch möchte ich den Punkt Geschlechtertrennung einmal ausführen, da es doch ein diskussionswürdiges Thema ist. weiterlesen »


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Erschreckende Bilanz: Die Schüler machen heute mehr als doppelt soviele Fehler in der Rechtschreibung als noch vor der Reform!

Rechtschreibreform © Pixelio/Krümel

Mehr als zehn Jahre sind seit der Rechtschreibreform vergangen, Zeit genug also, um ,,Gras über die Sache wachsen zu lassen”, wie es so schön heißt. weiterlesen »


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Zeugnis-Noten können durchaus krank machen, wenn der Druck zu hoch ist.

Note sechs © Pixelio/hofschlaeger

Meine Tante ist selber Lehrerin und seit langem eine Gegnerin von Noten. ,,Man könne die Leistungen nicht in Zahlen quetschen.” Und: ,,Man kann Kinder nicht anhand dieser stupiden Einteilung bewerten.” weiterlesen »


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Begabte Berufstätige, die kein Abitur absolviert haben, sollen jetzt die Möglichkeit bekommen, ihre Karriere vorwärts zu treiben.

Damit auch talentierte Menschen ohne Abitur eine akademische Vollausbildung machen können, soll jetzt das sogenannte ,,Aufstiegsstipendium” vergeben werden, welches auch Meistern und Fachkräften ermöglichen soll, die letzte Karriere-Hürde zu
erklimmen. weiterlesen »


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Zwar gibt es seit 2003 mehr Abiturienten, aber trotzdem weniger Studenten!

lernen © Pixelio/Pixelquelle13a

Generell sind die jungen Menschen ehrgeiziger geworden in den letzten Jahren, so gibt es immerhin siebzehn Prozent mehr gymnasiale Schulabgänger, jedoch wollen diese offensichtlich nicht studieren: Denn die Zahl der Studenten fiel um fünf Prozent.
Und achtundzwanzig Prozent der Abiturienten finden sich in betrieblichen Ausbildungen wieder. weiterlesen »


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Die Diskussion über unser Schulsystem ist wieder einmal eskaliert: Die Grünen kritisieren Merkel und fordern weitere Investitionen in die Zukunft unserer Bildung.

Tafel © Pixelio/theObserver

Aufgrund der Sachlage, dass es zuviele junge Leute gibt, die die Schule ganz abbrechen, es zu wenig Studenten und zu viele Hauptschüler gibt, die perspektivlos sind, schlugen die Grünen vor, den Solidaritätszuschlag für den Osten in einen sogenannten ,,Bildungssoli” umzuwandeln. weiterlesen »


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Es steht wahrlich nicht gut um die deutsche Schullandschaft. Denn den Schulen fehlt es immer häufiger an jungen Nachwuchskräften. Und das nicht allein in Berlin und Hamburg, sondern im gesamten Bundesland. Der Lehrernotstand ist inzwischen so groß, dass die Bundesländer immer aggressiver um den jungen Nachwuchs kämpfen. Erste Anzeichen lassen sich bereits im Bundesland Hessen beobachten. So wirbt der Kultusminister Jürgen Banzer großflächig für den Beruf des Lehrers. In Zeitungsanzeigen, auf Großplakaten und an Bushaltestellen sind leere Regiestühle zu sehen, die mit Lehrern in den gesuchten Schulfächern Latein, Physik, Musik und Chemie besetzt werden wollen. Die Werbeoffensive kostet dem Bundesland Hessen 240.000 Euro. Und das Bundesland Hessen verspricht den neuen Lehrern so einiges: längerer Beamtenstatus, bessere Karriereaussichten und höheres Verdiensteinkommen. Die Schulen jagen sich die Lehrkräfte gegenseitig ab.

Lehrermangel und leere Klassenzimmer © Flickr dcJohn

Die deutschen Lehrer werden älter, aber nicht jünger. Zudem soll sich in den kommenden 15 Jahren die Hälfte der deutschen Lehrer in den Ruhestand verabschieden. Aber der junge Nachwuchs für die frei werdenden Lehrerstellen fehlt. Daher setzen die deutschen Schulen zunehmend auf Quereinsteiger und auch ausländische Schulkräfte.

Der große Lehrermangel an den deutschen Schulen bedingt natürlich auch den Unterrichtsausfall. Und wenn dann noch die Vertretung der Vertretung der Vertretung fehlt, ist das deutsche Bildungssystem einfach nur erschreckend, nicht in Berlin.


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Sobald die Nachrichten im Fernsehen kommen, driften junge Leute einfach ab. Denken an die nächste Party oder an den aktuellen Schwarm. Doch oftmals nicht aus Desinteresse, sondern einfach aus Unverständnis.

Zeitung © Pixelio/pixel-vun

Viele Jugendliche haben keine Ahnung, wenn es um unsere Wirtschaft und ihre Beschaffenheit geht. Da sie keinen Bezug dazu haben und auch nicht finden, lassen sie das Thema – trotz vorhandenen Interesses – meistens wieder fallen, ohne es je richtig berührt zu haben. Die Hürde des Unwissens ist einfach zu hoch, als dass sie mit Leichtigkeit erklommen werden möchte.

Deswegen kann ich dem Vorschlag, Ökonomie als Schulfach einzuführen, nur zustimmen. Denn die Fernsehsender kommen dieser Problematik schon mehr als genug entgegen: Fremdworte werden erklärt oder abgewürgt, schwierige Zusammenhänge anhand von Grafiken vereinfacht und die Sendezeiten verlängert. Doch trotz allem ist ein gewissen Grundwissen einfach vonnöten. Und da kommt eben die Schule mit ins Spiel.

Wissen macht Spaß! – Auch, wenn das spießig klingt und jeder Schüler spätestens hier schreiend davon rennt: Auch den Schülern macht Wissen Spaß. Wenn sie vor dem Tv sitzen und dem Nachrichtensprecher folgen können, fühlen sie sich als Teil der Gesellschaft, können teil haben am Geschehen und werden so auch ermutigt, darin einzugreifen, indem sie zum Beispiel einen wirtschaftsspezifischen Beruf ergreifen. Alles ist möglich – lautet da die Devise.


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Studentenbaby

Autor: Julia
abgelegt in: Allgemein,Bildungspolitik

Zwar schon länger her, aber immer noch gut: In Hamburg dachten sich Studenten eine besonders provokante Art der Demonstration aus und gründeten das sogenannte ,,Studentenbaby”.

Kind © Pixelio/kklausi

Da lag ein himmelblauer Flyer in meinem Fahrradkorb mit einem süßen Kleinkind bedruckt. Die Information auf dem Blatt war nur dürftig: Da war von Babys die Rede, Studentengebühren und Studentinnen, die helfen wollen. Aha. Ein Klick auf die damalige Webseite eröffnete: Für 500 Euro, also die Gebühren für ein Studien-Semester, würde eine Studentin nach Wahl als Leihmama fungieren. weiterlesen »


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Früher bekam der Schüler die strafenden Blicke, wenn er anhand von schlechten Noten eine sogenannte ,,Ehrenrunde” drehen durfte, jetzt sind es die Lehrer, die die Tadel einstecken müssen. Sehr zum späteren
Leidwesen der Schulabgänger!

Buntstifte © Pixelio/Knipseline

Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als ich fünfzehn und schwer pupertärend dem Rest der Welt meinen Stinkefinger zeigen musste. Mit verschrenkten Armen hockte ich Kaugummi kauend im Unterricht, während mein verdammt cooler Nietengürtel die sowieso schon klapprigen Stühle zerkratzte. Die Folge davon war natürlich abzusehen: Ich blieb sitzen. Und das zu Recht.
Denn mit einer sechs und zwei fünfen brachte ich ein tatsächliches Armutszeugnis mit nach Hause, jedoch lernte ich meine Lektion und nutzte meine ,,zweite Chance".

Doch ob das heute noch genauso wäre, ist bezweifelbar. Denn die Schulen, insbesondere die Gymnasien, bekommen immer mehr Druck von oben. Zum Beispiel möchte das Kulturministerium die Lehrkräfte dafür,,sensibilisieren", dass es keineswegs die Schuld der Schüler sei, wenn sie keine Leistung erbringen würden, sondern dass sie dann eben nicht ausreichend genug gefördert werden.
Schulen, deren ,,Durchfallquote" zu hoch liegt, wurden angedroht, dass sie eine beratende Funktion zur Seite gestellt bekämen.
Mit anderen Worten: Einen Kontrollbesuch abgestattet bekommen.

Natürlich sieht in so einer Situation jeder Direktor seine Karriere gefährdet, was wiederum Druck auf den einzelnen Lehrer zur Folge hat. Und was macht ein Lehrer, der seinen sicheren Arbeitsplatz bedroht sieht? Natürlich - er schummelt. Plötzlich gibt es auch in der gymnasialen Oberstufe wieder Noten für eine schöne Schrift und Aufgaben, die in einer Klausur von vielen nicht richtig gelöst wurden, fallen dann einfach unter den Tisch.

Aber das ein junger Mensch bei seinem Abschluss vielleicht nicht genügend Qualifizierung für eine Ausbildung oder einen Studienplatz besitzt - das interessiert hier offensichtlich niemanden.
Denn um überhaupt einen zu bekommen, muss man auch in der Lage sein, den Anforderungen einzelner Betriebe zu genügen - und daran scheitert es oft genug: So beklagen sich viele Unternehmer darüber, dass sie ungenügend Auszubildende hätten, dafür genug schlampige Bewerbungen.

Ich muss gestehen dass mich diese Tatsachen recht fassungslos machen, denn bei der Vorstellung, dass meine Lehrer mir meine ausgeprägten Launen hätten durchgehen lassen, läuft es mir kalt den Rücken herunter. Anstatt zu lernen habe ich Papierschiffchen gebastelt und meine Mitschüler zum Lachen gebracht, aber dass genau solche Dinge jetzt einen jungen Menschen qualifizieren sollen, Abitur zu absolvieren, da wird mir ganz anders!
Seit einigen Jahren schon wird über die deutsche Schulpolitik gemosert, aber wirklich etwas passiert ist noch nichts - ganz im Gegenteil, anstatt in die Bildung zu investieren, wird destruktiv Druck gemacht, was aber nur eines konsequent zur Folge hat: Unsere Schule büßen stark an Qualität ein!


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