Unter Mobbing versteht man im Allgemeinen die systematische Diskriminierung von Personen, die oft aus niederen Beweggründen heraus geschieht. Häufig reichen äußere, nicht der Norm entsprechende Merkmale aus, um zum Opfer von Mobbingattacken zu werden.
Doch längst beschränkt sich diese Thematik, welche in den letzten Jahren vermehrt in den Medien auftauchte, nicht mehr nur auf Belange der realen Welt. Der heutzutage unumgängliche Umgang mit dem Internet bietet leider auch Mobbern eine Plattform. So scheint es mittlerweile gang und gebe, reale Geschehnisse in die virtuelle Welt zu übertragen und sich dort auf anderer Ebene damit auseinanderzusetzen.
Die Schüler-Plattform SchülerVZ, deren Sinn es im Grunde ist, Schülern die Möglichkeit der interaktiven Kommunikation zu bieten, wird immer öfter als “Mobbing-Center” missbraucht- auch Lehrkräfte sind davon betroffen.
Immer häufiger werden persönliche Attacken auf Lehrer und Lehrerinnen, mit denen man in der Schule Probleme hat, im SchülerVZ vollzogen. Dass die betroffenen Personen selten oder nie Zugang zu bzw. Wissen über dieses Geschehen haben, scheint mobbenden Schülern ein Ansporn zu sein, die Diskriminierung häufig schamloser fortzusetzen.
Wer Zeuge eines solchen Mobbingfalls wird, sollte an den Verstand der Schüler appellieren oder gegebenenfalls sogar die betroffene Lehrperson darüber informieren. Konflikte können auch auf andere Weise ausgetragen werden, als sie durch das Übertragen ins Internet auf unfairste Art zu thematisieren.
Die Gewalt an deutschen Schulen nimmt immer mehr zu. Man erinnere sich nur einmal an den dramatischen Hilferuf der Rütli-Schule in Berlin. Hier herrschen hohe Aggressivität und Respektlosigkeit, sogar gegenüber den Lehrkräften.
Diese trauen sich nur noch mit Handy in ein Klassenzimmer, damit Sie in der Lage sind, die Polizei zu alarmieren, falls mal wieder Gegenstände nach ihnen geworfen werden. 83,2 Prozent der Schüler entstammen einer nicht deutschen Herkunft. Viele Kulturen prallen hier aufeinander, was natürlich für viel Zündstoff sorgt. Die wenigen Schüler, die Bereitschaft zum Lernen zeigen, haben an dieser Schule kaum eine Möglichkeit mehr sich Wissen anzueignen. Der Schullalltag wird für diese Schüler zum „Überlebenskampf“.
Politiker wissen von den brutalen Zuständen an deutschen Schulen. Unternommen wurde bisher nicht viel. Maßnahmen wie Gewaltprävention waren teuer aber nutzlos. Im Kampf gegen Gewalt und Drogen scheint unsere Regierung gescheitert zu sein.
Da in Deutschland Schulpflicht besteht und nicht gewalttätige Kinder gezwungen sind, ihren Schulalltag mit jungen Kriminellen zu teilen, wäre es sinnvoll, Wachpersonal an Schulen einzusetzen. Da die Schule eine staatliche Einrichtung ist, hat der Staat meiner Meinung nach auch für die Sicherheit unserer Kinder zu sorgen. Eigentlich müssten die Politiker hierfür sogar Verständnis aufbringen, trauen gerade sie sich doch nicht mal ohne Leibwächter, die von unseren Steuergeldern bezahlt werden, in die Öffentlichkeit…
Individuell, liberal, selbstständig – Ein pädagogisches Konzept, dass den Schüler in den Mittelpunkt stellt. Eine Alternative zum klassischen Frontaluntericht bietet neben der bereits vorgestellten Walldorfschule auch die Montessorischule.
Das klassische deutsche Bildungssysthem steht spätestens seit Pisa unter massiver Kritik. Alternative Schulsystheme gewinnen dadurch an Attraktivität. Dennoch klingen Begriffe, wie kosmische Erziehung, vorbereitende Umgebung und geistige Autonomie befremdlich. Dass aber dahinter ein interessanter pädagogischer Ansatz steht, der seinen Schwerpunkt auf die Förderung individueller Interessen der Schüler legt, blieb leider bislang weitgehend unbekannt.
Der Schüler hat die Freiheit selbst zu entscheiden zu welchem Zeitpunkt er sich wie lange mit welchem Thema auseinandersetzen möchte. Alle nötigen Materialien stehen ihm dazu jeder Zeit zur Verfügung. Die Arbeismaterialien sind nach Montessori-Art auf alle Sinne des Kindes ausgerichtet, so soll das Be-greifen durch tatsächliches Ertasten erleichert werden. Auf Benotung, Bestrafung, aber auch Belonung wird weitestgehend verzichtet. Die Lehrer stehen den Schülern begleitend zu Seite und versuchen ihre Interessen zu erkennen und zu fördern.
Begründet wurde die Montessoripädagogik 1906 von der Italienerin Maria Montessori. Sie entwikelte ihre Theorie an Hand ihrer Arbeit mit angeblich lernbehinderten Kindern. Dabei stellte sie fest, dass die Lernbehinderung in einem Mangel an Förderung bestand, der durch ihre pädagogischen Methoden behoben werden konnte. Die Montessori-Methoden eignen sich tatsächlich auch sehr gut zur Förderung geistig behinderter Menschen.
Der künstlerische Bereich steht in der Montessori-Schule leider hinten an, ganz im Gegensatz zur Waldorfschule. Zudem ist fragwürdig ob die Schüler nach ihrer Schulzeit unserer leistungsorientierten Gesellschaft gewachsen sind. In jedem Fall bleibt es ein sehr interessantes Konzept, dass mehr Beachtung verdient.
In immer mehr Bundesländern gehören die Kopfnoten neuerdings wieder zu den vergebenen Noten auf dem Zeugnis. Auf der einen Seite sollen sie der Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens der Schüler dienen, auf der anderen Seite brandmarken sie den Schüler auf Jahre und mindern später seine Chancen in der Berufswelt.
Die Zweckmäßigkeit der der Kopfnoten ist vielerorts umstritten. Einerseits argumentiert man, dass es gerade in einer Zeit, wo es um Jugendgewalt und mangelnden Sozialverhaltens der Jugend geht, genau richtig sei, den Schüler nach seinem Verhalten zu beurteilen. Auf diese Weise können auch die Eltern ein Feedback aus der Schule erhalten und möglicherweise korrigierend eingreifen, wenn das Kind aus dem Ruder laufen sollte. Da sich aber das Bewertungssystem nicht auf die allseits aus der DDR bekannten Kriterien Ordnung, Mitarbeit, Fließ und Betragen beschränkt, sondern sich in Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Konfliktverhalten und Kooperationsfähigkeit unterteilt, entsteht zunächst ein hoher bürokratischer Aufwand für den Klassenlehrer, der sich aus allen unterrichteten Fächern eine Einschätzung holen muss. Zudem sind sich die Kategorien thematisch sehr nahe, weshalb man sich kein gesamtheitliches Bild machen kann. Im Gegenteil, meistens ist so, wenn ein Schüler schlecht beurteilt wird, trifft dies fast auf alle Kriterien zu.
Da die Noten zudem ein Leben lang Bestand haben, wird der Schüler bei späteren Bewerbungen aufgrund seines Verhaltens in der vierten Klasse beurteilt. Da sich Menschen im Laufe ihres Lebens aber verändern, kann dies keine gute Grundlage sein. Im Allgemeinen müsste man eigentlich sagen, dass es zwar Kopfnoten geben sollte, aber zeitlich begrenzt und auf dem System aus DDR-Zeiten beruhend, da dort eine viel bessere Einschätzung möglich ist. Möglicherweise kann man dann auch gezielt auf Schüler mit schlechten Kopfnoten zugehen und spätere „Konfliktkandidaten“ frühzeitig „therapieren“.
Das durch die PISA-Studien in die Kritik geratene deutsche Bildungssystem soll mit rasanten Reformen wieder auf ein höheres Niveau gebracht. Die Kultusminister der Länder haben deshalb beschlossen, das Abitur bereits nach zwölf Schuljahren zu vergeben.
Hintergrund der neuen zeitlichen Begrenzung ist das hohe Eintrittsalter der Studenten und Auszubildenden im internationalen Vergleich. In anderen Ländern Europas sind Jugendliche wesentlich schneller für die Berufswelt gerüstet und leisten einen aktiven Beitrag zur Wirtschaft des Landes. Die Reform sieht vor, dass nach einer vierjährigen Grundschulzeit der Übertritt in die neue Schulform geschehen soll. Dadurch muss der gesamte Lehrstoff für das Abitur statt wie bisher in neun nun in acht Jahren vermittelt werden. Die Stundenanzahl erhöht sich auf dem Gymnasium durchschnittlich auf 35 Stunden. Nimmt man noch das Lernen und die Hausaufgaben hinzu, muss sich ein Schüler rund 45 bis 50 Stunden wöchentlich mit dem Lehrstoff auseinandersetzen.
Neben der erhöhten Drucksituation schwindet auch die Freizeit der kommenden Bildungselite in Deutschland. Dabei benötigen gerade junge Menschen einen alternativen Ausgleich zur Schule in Form von Sport und gemeinsamen Aktivitäten. Wie bereits Wissenschaftler nachgewiesen haben, tragen Sport oder Arbeitsgemeinschaften jeder Art dazu bei, dass sich das Kind in einer Gemeinschaft integrieren kann, dass es soziale Kontakte und Hilfestellungen im alltäglichen Umgang erhält. Sind diese Freizeitaktivitäten nicht vorhanden, hat der Schüler vielleicht den Lehrstoff vermittelt bekommen, kann in aber im Studium oder in Ausbildung nicht zur Anwendung bringen, weil er isoliert von der Gruppe agiert.
Bei der Reform wurde es weiterhin versäumt die ohnehin schon aufgeblähten Lehrpläne zu sondieren und auf ihre Inhalte zu prüfen. Zwar hatte Bildungsministerin Anette Schavan (CDU) angekündigt, auf keine notwendigen Lehrinhalte zu verzichten, aber eine Anpassung des Lehrstoffes ist notwendig, um den Schüler eine umfassende Bildung zu ermöglichen. Die Fächervielfalt in den unteren Klassen führt außerdem dazu, dass Schüler täglich kiloweise Bücher transportieren müssen. Eine Interessensorientierung oder eine Spezifizierung der Schulen kann den Schüler eine bessere Orientierung bieten, Schwerpunkte setzen ohne die Gesamtheit aus den Augen zu verlieren. Bei der Reform wurde wieder einmal das Pferd von hinten gezäumt und nicht die eigentliche Problematik angegangen.
Im zurückliegenden Beitrag auf dieser Seite ging es unter anderem um die Dialogbereitschaft der deutschen Lehrer. Wie sich jetzt anhand eines schon länger andauernden Rechtsstreites ersehen lässt, sind einzelne Lehrkörper nicht bereit, auf neue Dialogformen einzugehen.Eine Lehrerin hatte gegen die Internetplattform „Spick mich“ geklagt, weil sie in der Benotung der eigenen Person und Arbeit durch Schüler eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte sieht. Auf der Internetseite haben Schüler die Möglichkeit, die Lehrer entsprechend ihrer Unterrichtsgestaltung und ihres Auftretens zu benoten. Da dies auf einer sachlichen Basis funktioniert, die zum Teil mit sehr schlüssigen Argumenten belegt wird, ist die Klage der Lehrerin aus meinen Augen kaum nachvollziehbar. Das sie aber auf die Kritiken an ihrer Person reagiert haben muss wird anhand der Tatsache sichtbar, dass sie ihre Durchschnittsbenotung von 4,3 auf 2,9 steigern konnte.
Natürlich unterliegt die Plattform ähnlich wie andere Bewertungsportale einer gewissen Manipulation, wo sich Lehrer gegenseitig bessere Noten geben, aber dank einer immer größeren Schar von benotenden Schüler verliert dieser Faktor zusehends an Aussagekraft. Erstaunlich ist ebenfalls die Gesamtdurchschnittsnote von 2,7 – die doch von einer gewissen Sympathie zeugt. Ich persönlich hätte gedacht, dass die Note um mindestens 1 bis 1,5 Notenpunkte niedriger liegt.
Fakt ist aber, man könnte eine solche Plattform, wenn sie sinnvoll und seriös geführt wird, sehr gut zur Kommunikation nutzen. Der Lehrer erhält ein Feedback für seine Arbeit und kann gegebenenfalls auf die einzelne Kritikpunkte eingehen. Dem Schüler bleibt ein klärendes Gespräch beim Lehrer erspart und muss sich zudem nicht zu erkennen geben. Durch die Themenvielfalt auf dieser Seite ist zudem eine Kommunikationsplattform ähnlich wie Studivz oder Schülervz entstanden, wo sich Schüler gegenseitig helfen, Erfahrungen austauschen und sich über interessante Themen unterhalten können.
Kein schlechter Anfang für das Dialogisieren im Zeitalter des Internets.
Für Eltern stellt sich gerade in den jungen Jahren der Kinder die Frage, welche Schulform am geeignetsten wäre, um die ideale Bildung des Kindes zu ermöglichen. In Deutschland existieren dabei ganz unterschiedliche Formate mit erheblich ungleichen Ansätzen.
Das Image der Waldorf-Schule ist inzwischen vollkommen verstaubt und erzeugt bei vielen Menschen noch immer das Bild vom zurückgebliebenen Naturmenschen. Wesentliches Merkmal der Waldorf-Schule ist die Entwicklung des Menschen anstatt bloßer Wissensvermittlung. Dabei wird auf ein Notensystem, auf Lehrbücher sowie das Sitzenbleiben verzichtet, stattdessen werden die Schüler über einen längeren Entwicklungszeitraum von einer Bezugsperson begleitet. Neben den intellektuellen Ansprüchen sollen auch handwerkliche und künstlichere Talente gefördert werden.
Die Kosten richten sich nach dem Einkommen der Eltern, die dadurch auch erheblichen Einfluss auf die Bildung besitzen. Die meisten Waldorf-Schulen sind aus Eltern-Initiativen entstanden, die mit der klassischen Schulbildung unzufrieden waren, weshalb die Organisation in den Händen eines Lehrer- und Elternkollegium gelegt wird.
Durch Vorgaben der jeweiligen Bundesländer kann ein jeder Schulabschluss auf der Waldorf-Schule abgelegt werden. Nachteil der Schule ist aber das Studium im Anschluss an die Schulzeit, weil dort auf das Wissen der regulären Schulzeit zurückgegriffen wird, welches aber nur in Teilen an den Waldorf-Schulen vermittelt wird.
Die Philosophie der Waldorf-Schule beruht auf den Anthroposophen Rudolf Steiner, der die erste Waldorf-Schule im Jahr 1919 in der Nähe von Stuttgart eröffnete und den allseits üblichen Effizienzdruck, Konsumdiktat und Medienpenetranz entgegen wirken wollte. Der hier ausgebildete Mensch soll ein wohl tuender Gegenentwurf zur existierenden Gesellschaft bilden.