Das ganze Land spricht seit Tagen über nichts anderes, als über die schreckliche Tragödie in Winnenden.
“Seid ihr denn immer noch nicht alle tot?” Soll der Junge gebrüllt haben, der schwer bewaffnet durch das Schulgebäude in Winnenden bei Stuttgart stürmte und niederschoss, was sich ihm weibliches in den Weg stellte.
Mehr als 15 Menschen soll er auf dem Gewissen haben, darunter sich selbst als traurige Spitze einer schrecklichen Geschichte.
Warum und wieso, die Behörden tappen im Dunkeln. Die Eltern sind an einen unbekannten Ort gebracht, von wo sie sich noch nicht geäußert haben, während die Nation seit Tagen um die toten Opfer trauert. Viel wurde in den letzten Tagen gemutmaßt, zum Beispiel gab es da einen ominösen Hinweis eines Chatgespräches nach Bayern, in dem der Täter sein Vorhaben angekündigt haben sollte. Dieses wurde jedoch nicht bestätigt und deshalb früh von der Polizei wieder relativiert.
Ein reservierter, stiller Junge soll er gewesen sein. Das Verhalten kann sich niemand erklären. Die Gemeinde steht unter Schock und auch das Internet wird mit Meldungen darüber überschwemmt. Schulen werden neu sensibilisiert für Schutzmaßnahmen im Falle des Falles. So soll es zum Beispiel Lautsprecheransagen geben, die dem Täter nichts verraten, die Lehrer jedoch sofort veranlassen, die Klassenräume mitsamt ihrer Insassen zu verschließen.
Das ist natürlich ein weiterer Schock, der in die deutsche Schulgeschichte eingehen wird. Was soll man als Blogger großartig dazu sagen? Uns allen tut Leid, was geschehen ist. Der Tag sitzt noch allen schwer in den Gliedern, denn jeder kann sich mit dieser Situation identifizieren: Nichtsahnend sitzt man in der Schule, schreibt gerade an einer kniffligen Mathematik-Aufgabe, als die Tür aufgerissen wird und ein bewaffneter, maskierter Mensch hinein stürmt… es ist furchtbar. Und man kann beinahe nichts dazu sagen, weil ein Schweigen manchmal soviel mehr sagt, als tausend Worte es könnten. Hier könnt ihr euch Leute ansehen, die dennoch etwas dazu gesagt haben.
Die Schere zwischen arm und reich klafft in Deutschland immer weiter auseinander. Auch die Bildung bekommt das schmerzhaft zu spüren: Ärmere Kinder sind schlechter in der Schule als reichere.
Die berühmte gutbürgerliche Mittelschicht in Deutschland dünnt immer weiter aus. Entweder Familien verarmen oder bereichern sich an den wenigen Möglichkeiten in unserer Gesellschaft.
Die Armut von Familien hat nur leider meistens schlechte Schulleistungen der Kinder zur Folge. weiterlesen »
Früher gingen die Schüler in Bibliotheken, um Referate zu schreiben. Heute reicht ein Mausklick. Das Internet macht vieles bequem – hat aber auch seine Nachteile.
Früher war das Schreiben eines Referates noch eine echte Herausforderung. Der Schüler nahm ein Thema mit nach Hause, von dem er keine Ahnung besaß und musste in die Bibliothek flüchten, um fundiertes Fachwissen nachzuschlagen.
So verbrachte er die Stunden in den stillen Räumen der atmosphärischen Bibliothek, während er las und schon eifrig schrieb. Am Ende kam meist eine gute, sachkundig geschriebene Facharbeit bei raus. weiterlesen »
Eifrig forschen Wissenschaftler daran, wie man die Motivation und den Lernerfolg von Schülern verbessern kann. Gerüche sollen zum Beispiel einen erfolgreichen Effekt besitzen.
Dieser Artikel erzählt von dem Versuch, Schüler mittels angenehmer Düfte zu motivieren. Und tatsächlich, die ca. vierhundert Schüler bestätigten, dass sie ,,lieber” zum Unterricht gingen.
Manche meinten auch, ihre Leistungen hätten sich verbessert – das wurde jedoch nicht statistisch bestätigt. weiterlesen »
Wie ich ja bereits schrieb, steht der Englischunterricht an den Grundschulen unter hoher Kritik. Wurde die Reform zu schnell durchgeführt?
Kinder lernen in der Grundschule Englisch. Sprachfenster im Gehirn, die noch offen stehen und das Erlernen von Fremdsprachen deshalb erleichtern. Es gibt viel Geschwafel, weshalb es gut ist, Schüler schon früh mit bevorstehenden Herausforderungen zu konfrontieren. Und so wurde vor einigen Jahren auch der Englischunterricht in die Grundschulen integriert. Darüber – und auch über die hagelnde Kritik – habe ich schon letztens berichtet. Aber es werden immer weitere Gründe für die Abschaffung dieses Unterrichtes gefunden. weiterlesen »
Im letzten Artikel schrieb ich ja bereits über die Motivation der Schüler. Dazu fand ich eine interessante, gegenspielende Theorie über Eltern, die sich nicht zuviel vornehmen sollten.
Dieser Artikel beleuchtet auf anschauliche Weise die Tatsache, dass auch Eltern oftmals genervt sind von den Hausaufgaben. Von ihren eigenen Hausaufgaben als verantwortliches, pflichtbewusstes Elternteil. Man möchte unbedingt alles richtig machen, setzt sich also mit dem lernenden Sprössling gemeinsam hin und – lernt. weiterlesen »
Auch, wenn die Schule noch so gut, motivierend und unterstützend ist: Wenn das Kind nicht ,,mitzieht”, verhilft auch der beste Unterricht nicht zu tollen Lernerfolgen.
Beim Surfen im Netz stieß ich auf einen interessanten Artikel, der die Motivation eines Kindes behandelt. Im Großen und Ganzen trifft er den Nagel ziemlich auf den Kopf: ,,Liebe ist der Nährboden für den Schulerfolg”, so die Seite.
Das sehe ich ganz genauso. Es reicht eben nicht, wenn Eltern regelmäßig zum Elternsprechtag gehen und die Hausaufgaben des Sprösslings kontrollieren. Die Schule muss fest in den Alltag integriert werden. weiterlesen »
Oft wird darüber diskutiert, ab welchem Alter die Einschulung sinnvoll ist. Die meisten Kinder werden im Alter zwischen 5 und 7 eingeschult.
In meinem Jahrgang wurden damals beinahe alle mit sechs Jahren eingeschult. Und soweit ich mich besinne, ist das auch das reguläre Alter, um die Schultüte geschenkt zu bekommen.
Der erste Schultag ist ein ganz besonderes Datum für die Kleinen: Lange hat man darauf gewartet und viel davon gehört. Im Nachbarsgarten haben die schon größeren Kinder viele Geschichten von dem sagenumwobenen Schulhof erzählt. Und jetzt ist es soweit. Jetzt ist man ,,selber” dran.
Doch wann ist ,,es” denn am Besten? Die meisten Grundschulen machen Eignungstests mit den Kindern. Das heißt, oft tapert man schon mit fünf zarten Jährchen in den großen Höhlenschlund der Schule und lässt sich untersuchen. Hauptaugenmerkt liegt dabei auf die Persönlichkeit und geistige Entwicklung des Kindes. Ist es frühreif? Besonders begabt? Wenn dies zutrifft, überlegen manche Schulen die frühe Einschulung des zukünftigen Schülers. Ansonsten gibt´s ein Wiedersehen im nächsten Jahr. weiterlesen »
Man sitzt im Unterricht und hört dem Lehrer zu, wie er mit Kreide langweilige Diagramme an die schimmlig grüne Tafel malt. Solange es ,,ksch ksch ksch” der Kreide macht, weiß der Schüler, dass er noch Schonfrist genießt, bis die ungemütlichen Fragen nach dem Verständnis kommen.
Die Tafel ist wohl ein jahrelang gehasster Anblick. An dieser veranschaulicht der Lehrer, sortiert seine Gedanken und die des Schülers, er hält zur Verinnerlichung fest und schreibt hier vor.
Grün ist sie meistens, mit milchig weißen Flecken, weil niemand sich die Mühe macht, die Tafel gründlich zu wischen. Das gibt´s nur einmal in der Woche, wenn die fleißigen Mädchen Tafeldienst haben und die ganze Pause darauf verwenden, das Ding blitzeblank zu schrubben. weiterlesen »
Jeder kennt ihn. Jeder ist so einem schon einmal begegnet. Und mindestens einen davon gibt es in jeder bestehenden Klassengemeinschaft: den Klassenclown.
Diesen Hanswurst, der sich alberne Späßchen überlegt, nie still sitzen kann, immer in den Unterricht reinquatscht oder gedankenverloren aus dem Fenster starrt. Er ist laut, wild und immer auf Achse. Manchmal unterhält und amüsiert er und manchmal nervt er so sehr, dass man nur noch mit den Augen rollen kann.
Diesen Schülern wird oft das ADS-Syndrom diagnostiziert. Hyperaktivität. weiterlesen »