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Facebook als Unterricht in Schulen?

Autor: Carsten
abgelegt in: Schule

Facebook wird Inhalt vom Unterricht an Schulen in Niedersachsen, womit das Bundesland eine Pionierrolle in der deutschen Bildungspolitik annimmt.

Facebook und Co. gehören schon lange zum Alltag von Schülern und sollen aus diesem Grund auch in den Unterricht der Schulen Einzug halten. Die Jugendlichen gehen häufig sehr sorglos mit persönlichen Daten im Internet um und Cyber-Mobbing ist inzwischen längst ein weit verbreitetes Problem an deutschen Schulen. Aus diesem Grund wird ab dem kommenden Jahr der Umgang mit den sogenannten sozialen Netzwerken in die niedersächsischen Stundenpläne integriert. Der Umgang mit den digitalen Medien soll dabei in verschiedenen Fächern stattfinden und so die Medienkompetenz der jungen Leute verbessern.

Der Umgang mit Facebook & Co. soll sensibilisiert werden

Kinder und Jugendliche handeln oftmals viel zu naiv und unvorsichtig wenn sie sich im Internet bewegen. Dabei können sie häufig nicht unterscheiden, welche Daten sie öffentlich preisgeben können und welche nicht. Viele Gefahren im Netz werden übersehen oder nicht als solche erkannt und so nutzen zum Beispiel sogenannte Abo-Fallen diese Unwissenheit schamlos aus.

Zudem häufen sich Fälle von Verleumdungen bzw. Beleidigungen, welche über die „social networks“ verbreitet werden. Schüler sollen künftig von Kindesbeinen an stärker sensibilisiert werden und den Umgang mit den modernen Medien besser kennen, verstehen und mitgestalten lernen.

Niedersachsen will als Vorbild vorausgehen

Um der Nachlässigkeit und Unwissenheit im Umgang mit dem Internet präventiv entgegenzuwirken, will das Land Niedersachsen in Zukunft jährlich 10,3 Millionen Euro zur Verfügung stellen, damit eine angemessene und erforderliche Medienkompetenz, vom Kindergarten bis zur Berufsschule, erlernt werden kann. Es geht dabei nicht nur darum, Kinder und Jugendliche an das Thema heranzuführen, sondern auch um die Aufklärung und Integration der Eltern und Erziehungsberechtigten.

Denn viele wissen gar nicht, was ihre Schützlinge im Internet da eigentlich treiben, oder besitzen selbst kaum Kenntnisse darüber, wie man sich sicher im Netz bewegt. Künftig sollen demnach Erzieher und Lehrer spezielle Fortbildungen erhalten, aber es sind zudem auch Angebote für Eltern und die Vermittlung von Lernmaterial vorgesehen.


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