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Pro Reli – Ein neues Wahlpflichtfach Religion in Berlin?

Autor: Carsten
abgelegt in: Bildungspolitik

In Berlin läuft zur Zeit ein neues Volksbegehren an. Die Macher von “Pro Reli” setzen sich dafür ein, dass in Berliner Schulen ein Wahlpflichtfach “Religion” bzw. “Ethik” eingeführt wird. Dieses würde das Pflichtfach “Ethik”, welches zur Zeit gelehrt wird, um einen kulturell und religiös orientierten Abschnitt der schulischen Ausbildung ergänzen.

In einem Interview mit der Berliner Morgenpost erklärte der Vorsitzende des Vereins Pro Reli, Christoph Lehmann, warum er es für notwendig hält, dass die Schüler sich wieder mehr auf ihre Religion besinnen. “Es geht auch um das grundsätzliche Verhältnis zwischen Staat und Kirche.”, so Lehmann. “Die Frage ist doch, ob der Staat seine eigenen Werte macht oder ob er (sic) sie aus dem Zusammenspiel der verschiedenen Gruppierungen, die den Staat ausmachen, entstehen.”

Die Kirche als Schule - ein antiquiertes Modell © flickr / bachweb

Jetzt also wieder Religionsunterricht? Um Werte zu vermitteln, die knappe 2000 Jahre alt sind? Meiner Meinung nach ist das ein Rückschritt.

Gerade bei der kulturellen und religiösen Diversität in Deutschland, speziell in Berlin, bräuchte man nicht nur evangelischen und katholischen, sondern mindestens noch islamischen Religionsunterricht in der Schule, um den von Herrn Lehmann geforderten Anspruch nach individuellen kulturellen Werten zu befriedigen. Und letztendlich sind Schulen ebenfalls ein Instrument des Staates, staatlich geförderter Religionsunterricht würde also nicht wirklich ein Zusammenspiel verschiedener Gruppen, sondern nur das Abarbeiten eines staatlich festgelegten Lehrplans erreichen.

Religion und Schule haben nun mal nichts mehr miteinander zu tun.


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