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Sprachentwicklung und Sprachförderung bei Kindern

Autor: Carsten
abgelegt in: Allgemein

Die späteren Lernerfolge in der Schule sind nicht selten von der Sprachentwicklung und der Größe des Wortschatzes abhängig. Kaum zu glauben, aber wahr – bereits im Mutterleib beginnt der Spracherwerb des heranwachsenden Kindes. Da die Schlüsselkompetenzen der Erstsprache in den ersten 6 Lebensjahren angeeignet werden, ist es wichtig, das Kind dabei zu fördern.

Sprachentwicklung und Sprachförderung bei Kindern ©Flickr.com/Josephers

Sprachentwicklung beim Kleinkind

Die Sprachentwicklung beim Kleinkind beginnt bereits während der Schwangerschaft. Gaumen, Lippen und Zunge werden trainiert und ab der 25. Schwangerschaftswoche wird der Gehörsinn ausgeprägt. Der Fötus erkennt die Stimme der Mutter, nimmt aber auch schon die Umweltgeräusche wahr. Sprachmelodie und Rhythmus der Muttersprache werden gelernt und nach der Geburt erkannt.
In den ersten Wochen nach der Geburt regiert das Kind auf laute Geräusche und neue Erfahrungen mit großen Augen. Seine Bedürfnisse äußert es durch Glucksen, Lachen, Schreien und Weinen, was im Laufe der Entwicklung immer differenzierter eingesetzt wird. Nach und nach vollzieht sich die Sprachentwicklung durch Lallen, einzelne Wortsilben und Lautabfolgen, bis hin zu ersten Einwortsätzen. Ab 18 Monaten tritt das Bedürfnis ein, die Umwelt benennen zu wollen. Das Kleinkind fängt an Fragen zu stellen, die sich bis zum 2. Lebensjahr spezieller gestalten. Erste Lieder sollten gelernt, die 50 Worte-Schwelle übertreten werden. Bis zum dritten Lebensjahr fängt das Kind dann an komplette Sätze zu bilden und auch zu verstehen. Bis es in die Schule kommt, sollte es alle wichtigen Alltagsbegriffe beherrschen, den Sinn eines komplexen Textes oder einer Unterhaltung verstehen und mit eigenen Worten wiedergeben können.

Sprachentwicklung und Sprachförderung bei Kindern ©Flickr.com/molly_darling

Sprachförderung und Sprachstörung

Da die Sprachentwicklung sich hauptsächlich über die Nachahmung der Eltern und anderen Menschen, des täglichen Umgangs vollzieht, z.B. beim Spielen mit anderen Kindern, ist es sehr wichtig, die Kleinen beispielhaft darin zu fördern. Sprachförderung beginnt mit dem Sprechen mit dem Fötus in der Schwangerschaft und kann im Kleinkindalter weiterhin spielerisch umgesetzt werden. Sprechen siemöglichst normal mit dem Kind, sehen sie ihm dabei in die Augen, zeigen sie Emotionen wie Freude. Eine gute Sprachförderung ist auch das Benennen von Gegenständen, während sie darauf zeigen. Singen sie mit dem Kind und sprechen sie es mit seinem Namen an. Auch Bilderbücher sind ein gutes und wichtiges Mittel für den Spracherwerb, ebenso regelmäßiges Vorlesen. Stellen sie Fragen zu den Geschichten, malen und zählen sie mit ihrem Nachwuchs.
Sollte ein Kind nicht reagieren, die Sprache verfälscht wiedergeben oder gar nicht sprechen, muss nicht unbedingt eine Sprachstörung vorliegen. Auch organische Schäden, wie z.B. ein Gehörschaden, können der Grund sein. Sollte ein Kind jedoch bis zum 2. Lebensjahr nicht die 50 Worte-Schwelle erreichen, sollte man einen Logopäden aufsuchen, um eine Sprachstörung ausschließen oder therapieren zu lassen.

Mehr Infos gibt es hier


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