Die Bundesregierung fordert, dass in Deutschland mehr Migranten als Lehrer eingestellt werden müssen. Das Programm des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge könnte vor allem für ausländische Schüler eine Chance sein, die in dem Lehrer ein Vorbild sehen.
Das Integrationsprogramm des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge wird nicht erst seit der Debatte über Thilo Sarrazin neu diskutiert. Der Bundesinnenminster Thomas de Maizière räumt zwar ein, dass die Probleme der Integration verschlafen wurden, aber schon länger ein neues Programm vorbereitet wird. Ein Kernpunkt der neuen Integrationspläne ist es mehr Migranten als Lehrer im Klassenzimmer einzusetzen.
Das Melanchthon Gymnasium in Nürnberg stand seit der Gründung im Jahre 1526 durch Philipp Melanchthon ganz im Zeichen des Humanismus. Ein Schulprojekt dokumentiert nun das Schicksal der Juden in den 1930er Jahren, das den Ursprungsgedanken des Gründervaters überschattete.
Anlässlich des 450. Todestages von Philipp Melanchthon stellt die Schule ein Projekt auf die Beine, das den humanistischen Gedanken wieder aufleben lassen soll, der während des Nationalsozialismus abhanden ging.
Das Melanchthon Gymnasium wurde als erste Schule Deutschlands 1526 nach den humanistischen Prinzipien Philipp Melanchthons eingerichtet und vertritt auch heute noch (oder wieder) diese Philosophie. weiterlesen »
Aufgrund der steigenden Probleme, mit denen Schüler und Lehrer stetig konfrontiert werden, haben Schulen Initiativen zur Prävention ins Leben gerufen. Diese befassen sich mit unterschiedlichen Themen wie Sucht, Sexualität, Gewalt, Gesundheit und Natur, um nur einige zu nennen.

Probleme, die früher noch gar nicht existiert haben, füllen heutzutage den Schulalltag. Schüler neigen dazu, sich zu verschließen und Dinge, die sie beschäftigen, in sich hineinzufressen. Diese Verdrängung führt zu Verhaltensstörungen, welche den Umgang mit anderen erschweren. weiterlesen »
Am Vormittag des 11. März letzten Jahres ereignete sich das dramatische Blutbad von Winnenden bei Stuttgart, das 16 Menschen das Leben kostete, weil ein 17 jähriger Schüler, Tim Kretschmer, Amok lief. Der Täter, der sich, nachdem die Polizei ihn stellte, schließlich selbst erschoss, war ein Schüler der Albertville-Realschule in Winnenden.

Mit einer Pistole des Typs Beretta 92 drang er gegen 9.30 Uhr morgens in zwei Klassenzimmer ein und erschoss dabei unschuldige Schüler und Lehrerinnen. Während seines Fluchtversuches nahm er weiteren Menschen das Leben, bevor er schließlich gegen 13 Uhr Suizid beging. Innerhalb dieser knapp vier Stunden feuerte er 112 Schüsse ab. weiterlesen »
Eine entsetzliche Nachricht macht derweil die Runden: An einer Jesuitenschule in Berlin, die als Elitegymnasium gilt, sollen über mehrere Jahrzehnte hinweg mindestens zwei Patres regelmäßig SchülerInnen sexuell missbraucht haben. Die Tat sei heute verjährt, vergessen können die Betroffenen die Übergriffe wohl ein Leben lang nicht.
Erst wird einem übel, dann stellt sich Wut ein, wenn man über die Missbrauchsfällen am katholischen Canisius Gymnasium in Berlin-Tiergarten liest. Mindestens zwei Patres, Riedel und Statt, hatten sich ab der 70er Jahre sexuell an SchülerInnen vergangen, sowohl innerhalb des Unterrichts als auch während der Betreuung in der Freizeit. Gerüchte und Beschwerden wurden schon damals laut, der ehemalige Schulleiter war informiert. Doch statt konsequent gegen die Straftäter vorzugehen, wurden sie nur an andere Schulen versetzt, wo sie sich weiter an Schutzbefohlenen vergingen.
Der aktuelle Rektor der katholischen Privatschule zeigt sich beschämt und spricht den Betroffenen sein Mitgefühl aus. Auch die Kirche heißt das Verhalten nicht gut. Aber wo bleiben die Verurteilungen? Die gibt es nicht. Die Straftaten sind verjährt. Einer der Straftäter bestreitet seine abscheuliche Tat noch immer.
Natürlich gibt es Missbrauchsfälle in allen sozialen Schichten, Verbänden und Einrichtungen. Pädophile Straftäter werden immer die Nähe zu Kindern suchen, sei es über den Schwimmverein oder eben in Glaubensgemeinschaften. Doch kaum findet man irgendwo so ein strukturelles Totschweigen der Problematik statt, wie in der Kirche. Warum? Weil das Thema in christlichen Gemeinschaften noch immer tabuisiert wird. Das Gemeinschaftswohl wird über das Wohl des einzelnen gestellt. Statt dessen wird in einer schriftlichen Entschuldigung das Problem der Kirche mit der Homophobie eingeräumt. Was soll das? Die Täter waren nicht homosexuell, sie waren pädophil. Homosexualität ist keine Straftat, keine Krankheit, keine Entgleisung, die Leid verursacht. Pädophilie schon. weiterlesen »
Der Abistreich ist an vielen deutschen Gymnasien Tradition. Viele Schüler und Abiturienten in Spe bereiten den Moment nach den bestandenen Abiturprüfungen schon ein ganzes Schuljahr vor, um es dann am letzten Tag unter einem bestimmten Motto in der Schule richtig krachen zu lassen.
Der Abistreich, auch Abi-Gag genannt, kann und sollte auf jeden Fall eine witzige Angelegenheit sein. Humor ist ja meist eine subjektive Angelegenheit, deswegen sollten Schüler aus Rücksicht auf ihre Mitmenschen auf jeden Fall gründlich überlegen, ob das Motto ihres Jahrgangs denn wirklich ein unschuldiger Spaß ist. Gewalt und Sachbeschädigung sind absolut tabu! Auch wenn man sich vielleicht darauf gefreut hat, dem verhassten Mathematiklehrer mal richtig die Meinung zu geigen. Sowas trägt man mit Größe im persönlichen Gespräch aus, um nicht allen anderen den Spaß zu verderben. Wer will schon nach dem bestandenen Abitur eine Strafanzeige riskieren? weiterlesen »
Habe ich gerade bei der ZEIT online gefunden: Lehrer sollen ein Anrecht auf eigenen Arbeitsplatz in der Schule bekommen. Zumindest sollte das als Ideal fungieren.
Im Grunde geht es hier mehr um eine Meinungsäußerung, was mit dem vielen Geld, das den Schulen aufgrund der Wirtschaftskrise zur Verfügung gestellt wurde (ich berichtete ja auch), angestellt werden sollte.
Und da wird eben vorgeschlagen, dass Lehrer einen eigenen Arbeitsplatz zugesprochen bekommen, an dem sie die Arbeit von zuhause in der Schule machen könnten. Und das ist ja auch eine ganze Menge: Elternbriefe, Zeugnisse, Klausuren-Korrektur, Schülerbeschwerden, Tests, Hausaufgaben, Unterrichtvorbereitung… all das ist nur ein kleiner Teil davon. weiterlesen »
Die Klassenfahrt ist wohl eines der wichtigsten Ereignisse während der gesamten Schullaufbahn. Die Klassenfahrt ist der Inbegriff für Schulspaß, feiern und staubtrockenes Kulturerlebnis.
Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Klassenfahrt? Wie aufregend und spannend alles noch war. Die Jugendherberge, das erste eigene
Urlaubsgeld und eine Woche lang aus gewohnter Umgebung den Eltern entrissen, fühlte sich alles wie ein spannendes Abenteuer an.
Da gibt es Heimweh, Spieleabende und langweilige Museen, die auf dem Pflichtprogramm einer jeden Schulfahrt stehen.
Später in der Oberstufe ist das schon etwas anders. Da wird aus der Klassenfahrt eine einwöchige Dauer-Party mit kurzen gezwungenen Stops in Museen und an kulturellen Stätten, deren Eindrücke man sowieso am Abend wieder im Wodka versunken hat.
Für die Lehrer sind diese Fahrten oft eine regelrechte Tortour – mit halbwüchsigen Jugendlichen eine Woche lang auf engstem Raum wohnen und diese auch noch irgendwie im Zaum halten.
Es wird kein Alkohol getrunken, er wird gesoffen und nachts wird sich heimlich aus der Jugendherberge geschlichen, um die nächstgelegene Disco unsicher zu machen. weiterlesen »
Bei den ganzen Diskussionen um unsere Schulpolitik vergessen wir oftmals gerne die Details. Eines davon ist das verhasste Schulbuch, bei welchem sich viele Lehrer fragen, ob diese überhaupt ihren Zweck erfüllen. Zu Recht?
Zugegeben, die Mathematik-Lektüre ist nicht so spannend wie Harry Potter und bevor ich meine Nase in so ein Buch gesteckt habe, musste schon einiges passiert sein. Interessant jedoch ist, dass nicht nur Schüler diese Bücher nicht mögen - sondern auch ihre Tutoren, die Lehrer selbst, nicht. Viele verweigern die Arbeit mit den pädagogischen Zügeln gänzlich, während die anderen sie eher ,,verschlampen”. weiterlesen »
Da ich ja im letzten Artikel auf das berühmte Klassentreffen eingegangen bin, heute gleich noch einmal das Thema ,,Erinnerung” und ,,damals”, denn wie ist das, wenn man in seiner alten Heimat zufällig dem damals so verhassten Lehrer über den Weg läuft?
Normalerweise verschwenden Sie keinen Gedanken an die Zeit, in der Sie die Schulbank gedrückt haben. Olle Kamellen kauen Sie allerhöchstens, wenn Sie mal in der Heimat bei Ihren Eltern vorbei schauen und auf ein Bier bei Ihrem damaligen besten Freund, der mit Ihnen zusammen die bösesten Streiche ausgeheckt hat.
Aber was, wenn Sie mal eben schnell einkaufen gehen und dort Ihrem Lehrer begegnen? Den Sie damals so gehasst haben und er Sie, weil das Kaugummi an der Decke Ihr Werk ist? Sie haben ihm das Leben im Klassenzimmer wirklich schwer gemacht und Mathematik wirklich verabscheut. Als Sie dann endlich Ihren Abschluss in der Tasche hatten, waren Sie einfach nur glücklich und das Lächeln Ihres Lehres beim formellen Händedruck glich eher einem Zähne fletschen als einem freundlichen Abschied. weiterlesen »