Pisabesieger

Schlauer als die Polizei erlaubt
 


Ehemaligen Lehrer wiedersehen

Autor: Julia
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Da ich ja im letzten Artikel auf das berühmte Klassentreffen eingegangen bin, heute gleich noch einmal das Thema ,,Erinnerung” und ,,damals”, denn wie ist das, wenn man in seiner alten Heimat zufällig dem damals so verhassten Lehrer über den Weg läuft?

Mann © Pixelio/catloversNormalerweise verschwenden Sie keinen Gedanken an die Zeit, in der Sie die Schulbank gedrückt haben. Olle Kamellen kauen Sie allerhöchstens, wenn Sie mal in der Heimat bei Ihren Eltern vorbei schauen und auf ein Bier bei Ihrem damaligen besten Freund, der mit Ihnen zusammen die bösesten Streiche ausgeheckt hat.

Aber was, wenn Sie mal eben schnell einkaufen gehen und dort Ihrem Lehrer begegnen? Den Sie damals so gehasst haben und er Sie, weil das Kaugummi an der Decke Ihr Werk ist? Sie haben ihm das Leben im Klassenzimmer wirklich schwer gemacht und Mathematik wirklich verabscheut. Als Sie dann endlich Ihren Abschluss in der Tasche hatten, waren Sie einfach nur glücklich und das Lächeln Ihres Lehres beim formellen Händedruck glich eher einem Zähne fletschen als einem freundlichen Abschied. weiterlesen »


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Schuldirektoren immer weniger

Autor: Julia
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,,Lehrer sind Mangelware” – eine häufig zitierte und mittlerweile sehr geläufige Schlagzeile, die Deutschland seit einiger Zeit regelrecht verfolgt. Aber was das für einen Wellenkreis nach sich zieht, ist den wenigsten bekannt: Nicht nur Lehrer sind Mangelware. Die Direktoren der Schulen sind es ebenfalls.

Schuldirektoren werden weniger. Häufig dauert es über ein halbes Jahr, bis eine freie Stelle überhaupt neu besetzt werden kann. Es reißt sich Schuldirektor © Pixelio/becksulliniemand um den größten Schreibtischstuhl im Lehrerzimmer, im Gegenteil. Dieser mehrfach Belastung will sich niemand mehr aussetzen. Schon gar nicht für die laue Bezahlung. Da ist es doch viel bequemer, in seiner kleinen Lehrerbeamtenrolle zu verweilen, die Schüler ein bisschen zu gängeln und abends den Feierabend zu genießen, soweit es möglich ist.

Und die Schule? Tja. Deren Konzept wird immer löchriger. Und die Schüler unmotivierter, weil sie die kontra-Produktivität durchaus im Klassenzimmer spüren, wenn der Lehrer lustlos seufzend auf der Tafel herum malt. Aber nicht nur die Unterbezahlung und die psychische Belastung sind ein Problem. Demnächst gehen einige derzeitige Direktoren in Rente und erfreuen sich an bezahlter Arbeitslosigkeit, während unsere Politiker langsam in heiße, berechtigte Panik geraten. Denn da ist kein Nachwuchs in Sicht, der sich motiviert auf den Stuhl schwingen und die Schulen aufpäppeln wird. Nein. Gähnende, staubige Leere in den Schubladen, die für die Bewerbungsunterlagen angedacht waren. Stellen werden mehrmals ausgeschrieben, bis überhaupt jemand sich meldet. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. weiterlesen »


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Über den andauernden Lehrermangel habe ich ja bereits geschrieben. Die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, bedeuten vielleicht einen Einschnitt in unser Schulsystem.

Lehrer © Pixelio/knipseline

Es gibt immer weniger sozialpädagogische Lehrer, die auch auf Lehramt studiert haben. Händeringend suchen die Schulen nach geeigneten Tutoren und stehen am Schulanfang meist immer noch ohne da. Da ist natrülich guter Rat teuer und oftmals endet das mit einer Abiturientin, die plötzlich die Fünftklässer in Mathematik unterrichtet. Oder einem Studenten, der gerade mal auf einen Aushilfsjob aus ist. weiterlesen »


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Eltern aggressiver gegenüber Schulen

Autor: Julia
abgelegt in: Schule

Eltern haben mittlerweile oftmals überzogene Erwartungshaltungen gegenüber der Schule ihres Kindes.

Lehrermangel © Pixelio/geralt

Wenn ein Kind mit schulischen Problemen nach Hause kommt, werden oftmals die Fehler und die Schuldigen in den Lehrern und in der Schule gesucht. Es sind nicht mehr die Eltern oder die Schüler selbst, die die leistungsspezifischen Defizite zu verantworten haben, sondern jetzt ist einzig allein der Lehrer an der Misere Schuld. weiterlesen »


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Sind Lehrer in sozialpädagogischer Hinsicht wirklich ausreichend geschult und ausgebildet?

Schule © Pixelio/hofschlaeger

Ich hatte in diesem Zusammenhang ja einmal ein brisantes Schlüsselerlebnis. Zugegebenermaßen war ich mit fünfzehn nicht wirklich einfach: Ich war laut, eher bockig, gerne der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, besonders faul, aber eben auch lebensfroh und optimistisch. Nicht zu vergessen: frech. Besonders Probleme hatte ich mit meiner damaligen Mathematik-Lehrerin, die verzweifelt versuchte, meine nummerischen Defizite aufzulösen. Ich dagegen wehrte mich natürlich verhement dagegen, kritzelte weiter lieber Strichmännchen anstatt ordentlicher Gleichungen. Sie biss sich an mir die Zähne aus. weiterlesen »


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Es steht wahrlich nicht gut um die deutsche Schullandschaft. Denn den Schulen fehlt es immer häufiger an jungen Nachwuchskräften. Und das nicht allein in Berlin und Hamburg, sondern im gesamten Bundesland. Der Lehrernotstand ist inzwischen so groß, dass die Bundesländer immer aggressiver um den jungen Nachwuchs kämpfen. Erste Anzeichen lassen sich bereits im Bundesland Hessen beobachten. So wirbt der Kultusminister Jürgen Banzer großflächig für den Beruf des Lehrers. In Zeitungsanzeigen, auf Großplakaten und an Bushaltestellen sind leere Regiestühle zu sehen, die mit Lehrern in den gesuchten Schulfächern Latein, Physik, Musik und Chemie besetzt werden wollen. Die Werbeoffensive kostet dem Bundesland Hessen 240.000 Euro. Und das Bundesland Hessen verspricht den neuen Lehrern so einiges: längerer Beamtenstatus, bessere Karriereaussichten und höheres Verdiensteinkommen. Die Schulen jagen sich die Lehrkräfte gegenseitig ab.

Lehrermangel und leere Klassenzimmer © Flickr dcJohn

Die deutschen Lehrer werden älter, aber nicht jünger. Zudem soll sich in den kommenden 15 Jahren die Hälfte der deutschen Lehrer in den Ruhestand verabschieden. Aber der junge Nachwuchs für die frei werdenden Lehrerstellen fehlt. Daher setzen die deutschen Schulen zunehmend auf Quereinsteiger und auch ausländische Schulkräfte.

Der große Lehrermangel an den deutschen Schulen bedingt natürlich auch den Unterrichtsausfall. Und wenn dann noch die Vertretung der Vertretung der Vertretung fehlt, ist das deutsche Bildungssystem einfach nur erschreckend, nicht in Berlin.


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Die Probleme, die momentan gerade in Finnland diskutiert werden, hätte Deutschland gerne. Der Pisa-Champion Finnland sieht sich einer Problematik gegenüber, die ihre Ursache weniger im Bildungssystem selbst hat als in der Erziehung.

Während in Deutschland schon strukturelle Probleme das Bildungssystem belasten, klagen die Lehrkräfte in Finnland über mangelnde Unterstützung aus dem Elternhaus und über die steigende Klassenkapazität. In Finnland ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Klassenstärke keinesfalls die Zahl 20 übersteigen sollte, um eine individuelle Förderung eines jeden Kindes zu gewährleisten. Zudem sind die Lehrkräfte verpflichtet, engen Kontakt zum Elternhaus zu pflegen. Nun wird von den Lehrern geklagt, dass für viele Eltern die Erziehung mit Abgabe des Kindes an der Schultür endet und somit der Job des Lehrers immer schwieriger wird, die Belastung steigt und weniger Vorbildung existiert.

Da in Finnland jedes Kind wichtig ist und die Finnen aufgrund der Tradition eine hohe Erwartungshaltung gegenüber ihrem Bildungssystem haben, scheint sich diese Debatte weiter zu verschärfen. Nun beschreiben die Lehrkräfte aber immer wieder von Verhaltungsstörungen bei den sieben- bis zwölfjährigen Schülern, deren Ursache in erster Linie der ausgeprägte Egoismus ist. Jedes der Kinder möchte individuell im Mittelpunkt des Lehrauftrages stehen. Zudem werde seitens des Elternhauses dem Kind schon eine Richtung vorgegeben, wo schon in jungen Jahren Berufswünsche wie eine Führungsposition im Business Consulting keine Seltenheit sind.

Mit derartigen Ansprüchen steigt selbstverständlich die Belastung der Lehrer, die immer mehr über fehlende Motivation und eine zu hohe Stundenzahl klagen. Für Deutschland ist dies Jammern auf hohem Niveau, für Finnland hingegen ist dies eine Gefahr für die hohen Anforderungen des Bildungssystems. Weil man sich in Finnland dieser Problematik bewusst sind, wird es in naher Zukunft weitere Veränderungen geben – wieder einmal vorbildlich!


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Lehrerbenotung

Autor: Carsten
abgelegt in: Schule

Im zurückliegenden Beitrag auf dieser Seite ging es unter anderem um die Dialogbereitschaft der deutschen Lehrer. Wie sich jetzt anhand eines schon länger andauernden Rechtsstreites ersehen lässt, sind einzelne Lehrkörper nicht bereit, auf neue Dialogformen einzugehen.Eine Lehrerin hatte gegen die Internetplattform „Spick mich“ geklagt, weil sie in der Benotung der eigenen Person und Arbeit durch Schüler eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte sieht. Auf der Internetseite haben Schüler die Möglichkeit, die Lehrer entsprechend ihrer Unterrichtsgestaltung und ihres Auftretens zu benoten. Da dies auf einer sachlichen Basis funktioniert, die zum Teil mit sehr schlüssigen Argumenten belegt wird, ist die Klage der Lehrerin aus meinen Augen kaum nachvollziehbar. Das sie aber auf die Kritiken an ihrer Person reagiert haben muss wird anhand der Tatsache sichtbar, dass sie ihre Durchschnittsbenotung von 4,3 auf 2,9 steigern konnte.

Natürlich unterliegt die Plattform ähnlich wie andere Bewertungsportale einer gewissen Manipulation, wo sich Lehrer gegenseitig bessere Noten geben, aber dank einer immer größeren Schar von benotenden Schüler verliert dieser Faktor zusehends an Aussagekraft. Erstaunlich ist ebenfalls die Gesamtdurchschnittsnote von 2,7 – die doch von einer gewissen Sympathie zeugt. Ich persönlich hätte gedacht, dass die Note um mindestens 1 bis 1,5 Notenpunkte niedriger liegt.

Fakt ist aber, man könnte eine solche Plattform, wenn sie sinnvoll und seriös geführt wird, sehr gut zur Kommunikation nutzen. Der Lehrer erhält ein Feedback für seine Arbeit und kann gegebenenfalls auf die einzelne Kritikpunkte eingehen. Dem Schüler bleibt ein klärendes Gespräch beim Lehrer erspart und muss sich zudem nicht zu erkennen geben. Durch die Themenvielfalt auf dieser Seite ist zudem eine Kommunikationsplattform ähnlich wie Studivz oder Schülervz entstanden, wo sich Schüler gegenseitig helfen, Erfahrungen austauschen und sich über interessante Themen unterhalten können.

Kein schlechter Anfang für das Dialogisieren im Zeitalter des Internets.


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