Wäre eine strenge Zugangsbeschränkung für das Gymnasium eine sinnvolle Sache oder behindert sie womöglich den schulischen Werdegang von Jugendlichen? Darüber wird derzeit heftig gestritten, und eine Einigung ist noch nicht in Sicht.
In Sachsen soll eine solche Zugangsbeschränkung fürs Gymnasium bald schon Realität werden, jedenfalls wenn es nach Teilen der dortigen Landesregierung geht. Die angeblich bereits geplante Verschärfung der Zugangsbestimmungen hat eine heftige Debatte um die derzeitige und künftige Bildungspolitik ausgelöst. Nicht nur in Sachsen, sondern in der gesamten Bundesrepublik wird nun darüber diskutiert, wie man den Zugang zu höheren Schulen gestalten sollte.
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Die Bildungsministerin Schavan setzt sich für ein einheitliches Bildungssystem in Deutschland ein, welches sozial durchlässiger und wettbewerbsfähiger sein soll und die Schulabschlüsse vergleichbar machen soll. Zudem soll die Lehrerausbildung verstärkt gefördert werden.
Das Expertengremium, welches von Dr. Annette Schavan geleitet wird, soll bis zum im November stattfindenden Parteitag „bildungspolitische Leitsätze“ vorlegen. Die CDU wolle damit die Bildungspolitik der Zukunft formulieren. weiterlesen »
Die geplante schwarz-grüne Schulreform in Hamburg ist am letzten Sonntagabend durch einen Volksentscheid gescheitert. Doch wie geht es nun weiter?
Die Schulreform in Hamburg wurde von der schwarz-grünen Koalitionsregierung im April 2008 in einem Koalitionsvertrag ausgehandelt und im Oktober 2009 durch die Hamburgische Bürgerschaft beschlossen.
,,Lehrer sind Mangelware” – eine häufig zitierte und mittlerweile sehr geläufige Schlagzeile, die Deutschland seit einiger Zeit regelrecht verfolgt. Aber was das für einen Wellenkreis nach sich zieht, ist den wenigsten bekannt: Nicht nur Lehrer sind Mangelware. Die Direktoren der Schulen sind es ebenfalls.
Schuldirektoren werden weniger. Häufig dauert es über ein halbes Jahr, bis eine freie Stelle überhaupt neu besetzt werden kann. Es reißt sich
niemand um den größten Schreibtischstuhl im Lehrerzimmer, im Gegenteil. Dieser mehrfach Belastung will sich niemand mehr aussetzen. Schon gar nicht für die laue Bezahlung. Da ist es doch viel bequemer, in seiner kleinen Lehrerbeamtenrolle zu verweilen, die Schüler ein bisschen zu gängeln und abends den Feierabend zu genießen, soweit es möglich ist.
Und die Schule? Tja. Deren Konzept wird immer löchriger. Und die Schüler unmotivierter, weil sie die kontra-Produktivität durchaus im Klassenzimmer spüren, wenn der Lehrer lustlos seufzend auf der Tafel herum malt. Aber nicht nur die Unterbezahlung und die psychische Belastung sind ein Problem. Demnächst gehen einige derzeitige Direktoren in Rente und erfreuen sich an bezahlter Arbeitslosigkeit, während unsere Politiker langsam in heiße, berechtigte Panik geraten. Denn da ist kein Nachwuchs in Sicht, der sich motiviert auf den Stuhl schwingen und die Schulen aufpäppeln wird. Nein. Gähnende, staubige Leere in den Schubladen, die für die Bewerbungsunterlagen angedacht waren. Stellen werden mehrmals ausgeschrieben, bis überhaupt jemand sich meldet. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. weiterlesen »
Eine der neuen Schul-Reformen beschloss, dass Schüler künftig schon ab der zwölften Klasse Abitur absolvieren und nicht erst nach der dreizehnten. Eine stark umstrittene Reform, die Deutschlands Klassen da überspülte und ich frage mich, was für Konsequenzen diese Welle hat.
Da werden heftige Vorwürfe losgelassen, auf unsere Bildungspolitiker, die sich das von ganz oben ausgedacht haben: Kinder verlieren ihre Kindheit, könnten nicht mehr spielen, hätten keine Freizeit. Hobbys würden aufgegeben und nur noch gelernt werden.Auch soll der Druck auf den ,,Kleinen” zu hoch sein, denn was damals in neun, muss nun in acht Jahren gelernt werden. Bis nachmittags Unterricht und wenn nach Hause gekommen wird, müssen noch Hausaufgaben erledigt werden.
Dabei wird oftmals schnell außer acht gelassen, dass wir – was Pisa und co. betrifft – in Europa ganz weit hinten liegen. Unser Schulsystem ist ein längst rostiges Gebilde aus einer europäisch gefühlten Steinzeit – und eben längst überholt. Bis nachmittags Unterricht – wieso denn nicht, bei ausreichender Mittagspause? Der junge Mensch ist mit Freunden zusammen, hat auch künstlerische, sportliche oder freizeitgestalterische Fächer, kann sich also auch hier ,,austoben” und wird zudem gefördert!
Des Weiteren gab es ja auch eine Reform des Lehrplanes. Sozialpädagogisch verteilter Lernstoff, der auch noch einmal ,,entstaubt” wurde und nun im neuen Anstricht erscheint. Vielleicht sind viele Fächer nun etwas kompakter gehalten, jedoch eben so strukturiert, dass der Schüler im Grunde genommen keine wirklichen Probleme bekommen kann. Und was den Nachmittagsunterricht betrifft – wie ist das mit Hauptschülern, die in der Regel schon mit siebzehn eine Lehre beginnen und bis in den frühen Abend arbeiten? Da schwingt niemand protestierende Fähnchen und auch keiner grummelt über verpasste freie Zeiten.
Ich finde die Reform gut. Denn sie markiert vielleicht einen klitzekleinen ersten Wendepunkt in unserer Bildungspolitik. Mal davon abgesehen, dass es auch Chancen beinhaltet, früher ,,fertig” zu werden. Ein Jahr Ausland? Oder doch lieber erst einmal jobben? Alles kein Problem mehr, wenn der junge Heranwachsender nicht unter Zeitdruck steht. Im Gegenteil. Er kann sich entspannt und ausgiebig der Planung seiner Zukunft widmen
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