Lernen, aufmerksam sein, zuhören, nicht einschlafen: Das alles sind Dinge, die unabdingbar sind, wenn es um guten Schul-Unterricht geht. Aber was gehört zu Fleiß und produktiver Arbeit unbedingt dazu? Genau. Die wohl verdienten Pausen!
Es gibt da ja verschiedene Ansätze. In meiner alten Realschule gab es die fünfminütige, die zehnminütige, die heiß ersehnte viertelstündige und am Ende noch einmal eine zehn- und fünfminütige Pause. Uff!
Auf meinem Gymnasium gab es dann die dakadente Variante: ausschließlich fünfzehn Minuten, um durchzuatmen. weiterlesen »
Bei den ganzen Diskussionen um unsere Schulpolitik vergessen wir oftmals gerne die Details. Eines davon ist das verhasste Schulbuch, bei welchem sich viele Lehrer fragen, ob diese überhaupt ihren Zweck erfüllen. Zu Recht?
Zugegeben, die Mathematik-Lektüre ist nicht so spannend wie Harry Potter und bevor ich meine Nase in so ein Buch gesteckt habe, musste schon einiges passiert sein. Interessant jedoch ist, dass nicht nur Schüler diese Bücher nicht mögen – sondern auch ihre Tutoren, die Lehrer selbst, nicht. Viele verweigern die Arbeit mit den pädagogischen Zügeln gänzlich, während die anderen sie eher ,,verschlampen”. weiterlesen »
Wer die Schulbank drückt, kann es kaum erwarten, in die große weite Welt ,,entlassen“ zu werden. Sobald es aber soweit ist, sehnen sich die meisten Erwachsenen zu der ,,guten alten Zeit“ zurück.
,,Hast du es gut!“ Welches Kind hat seine Eltern noch nicht auf diese Weise seufzen hören? Die Schule ist die schönste und leichteste Zeit im Leben eines Menschen. Umso schmerzhafter wird diese Einrichtung später, im Erwachsenenalter, vermisst. weiterlesen »
Forscher wollen der berühmten, flatterhaften Rechenschwäche endlich auf dem Grund gehen und finden erstaunliches heraus.
Waren Sie gut in Mathematik? Ich nicht. Nicht einmal ansatzweise. Meine fünf Punkte in diesem Fach habe ich mir regelrecht abgehungert. Mit Mühe und Not habe ich die Zulassungen immer gerade so geschafft. Dabei fand ich Logik und Zahlenzusammenhänge immer interessant – aber ich war einfach zu ,,doof”, diese richtig zusammen zu bringen. Und logisch zu denken.
Dabei fanden Forscher jetzt heraus, dass es nicht unbedingt logisches Denken ist, das zur berühmten Rechenschwäche führt. weiterlesen »
Technik wird immer wichtiger für den Europäer. Aber auch aus dem Klassenzimmer ist die fundamentale Technick nicht mehr wegzudenken.
Collegeblöcke, die neben Strichmännchen, Liebesbriefchen und Eselsohren eben auch mathematische Formeln und physikalische Zusammenhänge enthalten, flattern meist noch jahrelang in den Schubladen herum. Ich finde heute noch im Elternhaus alte Schulhefte, in denen ich neben Chemie auch kleine Herzchen reingemalt habe
. Fleißig haben wir damals den Füller geschwungen und in der Grundschule uns noch über die schönste Schrift gestritten. Wer schrieb am kleinsten? Wer am schönsten? Und wer kleckste im Grunde nur herum? Die Schrift war schon wichtig, als Siebenjährige. Schönschreiben eine schulische Kunst. weiterlesen »
Einig sind wir uns ja eigentlich alle: Noten im Rahmen von 1 bis 6 können keine authentische Wiederspiegelung von echten Leistungen der Schüler sein. Und sollten es ja auch nicht! Daher gibt es ja jetzt Beurteilungen, Kopfnoten und ein generelles Fragezeichen auf den Gesichtern vieler Eltern, die die ,,neuen” Zeugnisse nicht verstehen.
Deutsche Sprache, schwere Sprache. Wissen wir. Aber mittlerweile sind auch die Zeugnisse unverständlich geworden. Es gibt keine feste Regelung, kein Regelbuch, welches uns die komplizierten Sätze übersetzt, die der Lehrer da formuliert, um blümerant etwas anzudeuten, was kein Mensch versteht.
Was, zum Beispiel, bedeutet denn, er bemühte sich? Reicht bemühen? Oder ist das eine Beschönigung für unzureichende Leistungen?
Das Problem ist, dass Lehrer oftmals diese Erklärungen als Kommunikationsmittel mit den Eltern benutzen. Das Zeugnis ist dann also das Papier, auf dem man vermerkt, was man vom Schüler gern mehr hätte. Mehr Fleiß, mehr Pünktlichkeit oder dass er endlich einmal sauber und ohne Tintenkleckse schreibt. Doch es ist wichtig, diese Dinge klar und deutlich auszusprechen und sie nicht in schüchterne, verschachtelte Sätze zu verstecken, weil man niemanden auf den Schlips treten möchte. Helfen tut das keinem. Und verstehen eben ja auch nicht.
Aber genauso wichtig ist es, die Stärken hervor zu heben. Nicht nur, um das Kind zu loben, sondern, um dem Zeugnis die Chance zu geben, ein tatsächliches Bild wiederzugeben. Und nicht nur den kläglichen Versuch davon. Das Ganze in einer leicht verdaulichen Sprache und das neue Konzept kann funktionieren.
In Berlin läuft zur Zeit ein neues Volksbegehren an. Die Macher von “Pro Reli” setzen sich dafür ein, dass in Berliner Schulen ein Wahlpflichtfach “Religion” bzw. “Ethik” eingeführt wird. Dieses würde das Pflichtfach “Ethik”, welches zur Zeit gelehrt wird, um einen kulturell und religiös orientierten Abschnitt der schulischen Ausbildung ergänzen.
In einem Interview mit der Berliner Morgenpost erklärte der Vorsitzende des Vereins Pro Reli, Christoph Lehmann, warum er es für notwendig hält, dass die Schüler sich wieder mehr auf ihre Religion besinnen. “Es geht auch um das grundsätzliche Verhältnis zwischen Staat und Kirche.”, so Lehmann. “Die Frage ist doch, ob der Staat seine eigenen Werte macht oder ob er (sic) sie aus dem Zusammenspiel der verschiedenen Gruppierungen, die den Staat ausmachen, entstehen.”
Jetzt also wieder Religionsunterricht? Um Werte zu vermitteln, die knappe 2000 Jahre alt sind? Meiner Meinung nach ist das ein Rückschritt.
Gerade bei der kulturellen und religiösen Diversität in Deutschland, speziell in Berlin, bräuchte man nicht nur evangelischen und katholischen, sondern mindestens noch islamischen Religionsunterricht in der Schule, um den von Herrn Lehmann geforderten Anspruch nach individuellen kulturellen Werten zu befriedigen. Und letztendlich sind Schulen ebenfalls ein Instrument des Staates, staatlich geförderter Religionsunterricht würde also nicht wirklich ein Zusammenspiel verschiedener Gruppen, sondern nur das Abarbeiten eines staatlich festgelegten Lehrplans erreichen.
Religion und Schule haben nun mal nichts mehr miteinander zu tun.
Wieder eine Sechs in Mathematik. Dabei hat Peer so gut gelernt. Er begreift nicht, wie das passieren, wie er alles so schnell wieder vergessen konnte!
Oh Gott, wie gut ich mich an solche Situationen erinnere! Noch heute ist es so, wenn mich jemand etwas fragt und mir das unangenehm ist, fängt es gefährlich in meinem Kopf zu rauschen an, ich spüre die wallende Röte in mein Gesicht schießen und in meinem Gehirn tanzen viele lustige Männchen, die Lieder singen und Papierfalter bauen, aber – ich bekomme keinen einzigen konstruktiven Gedankenstrang zu fassen, ich holpere und stolpere durch meinen eigenen Kopf, gerate vollends in Panik und kann plötzlich nicht mehr eins und eins zusammenzählen. Ein Blackout hat mich kalt erwischt. Und wenn ich später nach Hause gehe, fällt mir alles natürlich wieder ein. weiterlesen »
Einige Grundschulen haben jetzt das gemeinsame Frühstück am Morgen eingeführt.
6:00 Uhr. Der Wecker klingelt. Missmutig in das Bad tapsen, nebenbei Kaffeemaschine anschmeißen und sich mit geschlossenen Augen anziehen. Frühstück kostet dabei wertvolle Zeit, die man mit süßem Schlaf verbringen kann. Einzig allein die Kaffeetasse hat morgens den Hauch einer Chance, von mir beachtet zu werden. Dabei ist das total ungesund! weiterlesen »
Ein Fach, das aus ,,der Reihe tanzt” kann sehr wichtig und positiv für den Schüler sein.
Erinnern Sie sich noch an Ihre Wahlpflichtkurse in der Schule? Ich wurde ,,damals” zum Theater spielen gezwungen. Da ich ein technisches Gymnasium besucht habe, sollten wir Schüler unbedingt etwas ,,freies, künstlerisches und kreatives” machen, um mal von den ganzen Zahlen ,,wegzukommen”. Da wir genau zwei Mädels von fünfundvierzig Schülern waren, war schnell klar, wer die weibliche Hauptrolle im Stück spielen ,,durfte”: Ich. weiterlesen »