Ein augenzwinkernder Scherz? Oder traurige Realität? Beziehungen als Unterrichtsfach. Revolutionär oder völlig schwachsinnig?
Darüber bin ich vorhin gestolpert. Da schlägt doch jemand tatsächlich vor, Liebe als Schulfach einzuführen. Neben der biologischen Sexualität ist das aufgrund der Liebesunfähigkeit der Menschen wirklich wichtig.
Die Scheidungen häufen sich, Ehen gehen nicht gut und Beziehungen regelmäßig in die Brüche. Man erwartet zuviel voneinander und zuviel von der illusionierten Liebe, die es nur auf der Leinwand gibt.
Dabei gäbe es eigentlich ein paar kleine Tricks, die das Leben zu zweit einfacher gestalten, nur hält sich da niemand dran. Deshalb schlägt der – frustrierte? – Mensch vor, die ganze Sache doch einfach in der Schule zu unterrichten. Von klein auf lernen, wie das so geht, dieses ganze Liebesding und der komische Beziehungsquatsch. Am Besten in der Grunschule, wo die Mädels eh noch total blöde und doof sind. Immerhin gibt es ja auch Sexualkunde, wo das herwanwachsende Menschlein lernt, wie man Kondome über Gurken stülpt. Wieso denn nicht auch lernen, wie man konstruktiv streitet? Das ein mal eins der Liebe, bitte schön. Auswendig!
Englisch-Unterricht in der Grundschule gibt es ja schon seit längerem. War es mal ein heiß diskutiertes Thema, ist es längt zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Doch jetzt mucken Kritiker wieder auf. Ist dieser Unterricht tatsächlich so sinnvoll?
Englisch Unterricht galt als der Schultrend schlechthin. Alle halbwegs organisierten Schulen wollten ihn haben, den Fremdsprachenunterricht. Moderne Sozialpädagogen brabbelten da was von Zeitfenstern im Gehirn, die sich nach einigen jungen Jahren wieder schließen und uns behindern, Sprachen schneller aufzunehmen.
Und dass man diese nutzen müsste.
Einige Jahre nun sind schon ins Land gezogen, ein neues hat gerade begonnen, als die Meldung durch das Internet kursiert: Dieser Trend war gar nicht so gut, wie anfänglich gedacht. Die erste Euphorie ist verflogen, zurück bleiben ernüchternde Zweifel. Denn unsere Schulen sind, wie wir ja wissen, in furchtbaren Zuständen und PISA hat es bewiesen: Unsere deutschen Schüler lesen schlecht. Und immer schlechter. Deutsch ist schon ein schwerwiegendes Problem – die Kritiker verlangen, dass wir dieses erst einmal angehen, bevor wir den lieben Kleinen auch noch eine Bürde auf´s Auge drücken. weiterlesen »
Ich sag´s ja, unser Land ist verzweifelt. Besonders, was die Bildung anbelangt. Plötzlich wird Geld zum Fenster hinaus geworfen und jetzt sollen Laien die besseren Lehrer sein.
Im Internet stieß ich auf einen Artikel, der den Vorschlag offerierte, in Deutschland einfach bessere Hochschul-Absolventen einige Jahre lang unterrichten zu lassen. Diese würden anstelle von richtigen Lehrern eingesetzt werden und die Leistung der Schüler verbessern.
Woher diese Schnapsidee stammt? Natürlich von dort, wo alle Schnapsideen herkommen: aus den USA.
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Hausaufgaben. Was für ein leidiges Thema! Nicht nur die Schüler machen sie wahnsinnig, auch Eltern und Lehrern stellen sich die Nackenhaare auf, wenn es um dieses unangenehme Übel geht, welches keiner so richtig mag und will.
Schüler nervt es, klar. In seiner Freizeit will man ,,bolzen“ oder mit Freundinnen quatschen. Oder zumindest mal ein bisschen die Seele baumeln lassen, aber nein, man vergräbt seine Nase in staubige Mathematik-Wälzer, grübelt über physikalische Zusammenhänge und lernt lästige Vokabeln.
Lehrer graust es vor der morgendlichen Abfrage, wer die Hausaufgabe überhaupt angefertigt hat. Klaus bekommt schon wieder einen Strich, was eine schlechtere Endzeugnisnote bedeuten muss. Frau Hakennase seufzt. Es frustriert, schlechte Zensuren vergeben zu müssen, weil jemand schlicht und ergreifend faul ist. weiterlesen »
Es ist sozialpädagogisch wertvoll. In jeglichen Erziehungs-Wäzern hat es einen Ehrenplatz zugesprochen bekommen. Man huldigt, würdigt und präsentiert es gern: das berühmte Lob.
Dass Kinder sich in der Schule ungern unter Druck setzen lassen, wissen wir. Und dass Hausaufgaben auch total blöde sind, auch. Wir waren ja auch mal in der Schule. Lehrer, Pädagogen und selbst ernannte Küchenpsychologen predigen es uns immer wieder vor: ,,Loben Sie Ihr Kind doch mal!” – ,,Sie müssen Ihre Kinder auch für das, was es tut, ausreichend loben, damit es seine Motivation nicht verliert.”
Möchtet ihr jetzt auch gern mit eurer Augenbraue zucken? Eure Stirn runzeln? Mich nervt so ein Geschwafel ja immer ungemein. Als ob wir völlig blöde wären und nicht in der Lage, einfachste Regeln zu kapieren. Denn die Bedeutung des Lobes zu erkennen ist nun wahrlich keine Weisheit!
Aber… ist es denn so gut, wichtig und bedeutend? Hat das häufig ausgesprochene ,,Fridolin, du machst das großartig” wirklich den erhofften Effekt? weiterlesen »
Über den andauernden Lehrermangel habe ich ja bereits geschrieben. Die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, bedeuten vielleicht einen Einschnitt in unser Schulsystem.
Es gibt immer weniger sozialpädagogische Lehrer, die auch auf Lehramt studiert haben. Händeringend suchen die Schulen nach geeigneten Tutoren und stehen am Schulanfang meist immer noch ohne da. Da ist natrülich guter Rat teuer und oftmals endet das mit einer Abiturientin, die plötzlich die Fünftklässer in Mathematik unterrichtet. Oder einem Studenten, der gerade mal auf einen Aushilfsjob aus ist. weiterlesen »
In Heidelberg haben die Schüler ein neues Schulfach bekommen: Sie werden für das Fach ,,Glück” benotet.
Wenn es um die Schule geht, sinkt die Stimmung bei den jungen Menschen sofort in das tiefste Kellergewölbe. Lehrer doof, Mathe doof und Englisch ja mal sowieso. Hinzu kommen Leistungs- und Zeitdruck. Und die Lehrer selber haben auch kaum Lust und Motivation, mehr aus ihrem Fach zu machen, als es tatsächlich ist. Schade, wie ganz Deutschland findet, denn so wird lernen als etwas blödes empfunden, als einen Zwang, dabei ist Bildung etwas, was einem Menschen Spaß machen sollte. Neugierig sein auf Wissen! weiterlesen »
Ein Fach, das aus ,,der Reihe tanzt” kann sehr wichtig und positiv für den Schüler sein.
Erinnern Sie sich noch an Ihre Wahlpflichtkurse in der Schule? Ich wurde ,,damals” zum Theater spielen gezwungen. Da ich ein technisches Gymnasium besucht habe, sollten wir Schüler unbedingt etwas ,,freies, künstlerisches und kreatives” machen, um mal von den ganzen Zahlen ,,wegzukommen”. Da wir genau zwei Mädels von fünfundvierzig Schülern waren, war schnell klar, wer die weibliche Hauptrolle im Stück spielen ,,durfte”: Ich. weiterlesen »
Sind Lehrer in sozialpädagogischer Hinsicht wirklich ausreichend geschult und ausgebildet?
Ich hatte in diesem Zusammenhang ja einmal ein brisantes Schlüsselerlebnis. Zugegebenermaßen war ich mit fünfzehn nicht wirklich einfach: Ich war laut, eher bockig, gerne der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, besonders faul, aber eben auch lebensfroh und optimistisch. Nicht zu vergessen: frech. Besonders Probleme hatte ich mit meiner damaligen Mathematik-Lehrerin, die verzweifelt versuchte, meine nummerischen Defizite aufzulösen. Ich dagegen wehrte mich natürlich verhement dagegen, kritzelte weiter lieber Strichmännchen anstatt ordentlicher Gleichungen. Sie biss sich an mir die Zähne aus. weiterlesen »
Zeugnis-Noten können durchaus krank machen, wenn der Druck zu hoch ist.
Meine Tante ist selber Lehrerin und seit langem eine Gegnerin von Noten. ,,Man könne die Leistungen nicht in Zahlen quetschen.” Und: ,,Man kann Kinder nicht anhand dieser stupiden Einteilung bewerten.” weiterlesen »