Pisabesieger

Schlauer als die Polizei erlaubt
 


Sobald die Nachrichten im Fernsehen kommen, driften junge Leute einfach ab. Denken an die nächste Party oder an den aktuellen Schwarm. Doch oftmals nicht aus Desinteresse, sondern einfach aus Unverständnis.

Zeitung © Pixelio/pixel-vun

Viele Jugendliche haben keine Ahnung, wenn es um unsere Wirtschaft und ihre Beschaffenheit geht. Da sie keinen Bezug dazu haben und auch nicht finden, lassen sie das Thema – trotz vorhandenen Interesses – meistens wieder fallen, ohne es je richtig berührt zu haben. Die Hürde des Unwissens ist einfach zu hoch, als dass sie mit Leichtigkeit erklommen werden möchte.

Deswegen kann ich dem Vorschlag, Ökonomie als Schulfach einzuführen, nur zustimmen. Denn die Fernsehsender kommen dieser Problematik schon mehr als genug entgegen: Fremdworte werden erklärt oder abgewürgt, schwierige Zusammenhänge anhand von Grafiken vereinfacht und die Sendezeiten verlängert. Doch trotz allem ist ein gewissen Grundwissen einfach vonnöten. Und da kommt eben die Schule mit ins Spiel.

Wissen macht Spaß! – Auch, wenn das spießig klingt und jeder Schüler spätestens hier schreiend davon rennt: Auch den Schülern macht Wissen Spaß. Wenn sie vor dem Tv sitzen und dem Nachrichtensprecher folgen können, fühlen sie sich als Teil der Gesellschaft, können teil haben am Geschehen und werden so auch ermutigt, darin einzugreifen, indem sie zum Beispiel einen wirtschaftsspezifischen Beruf ergreifen. Alles ist möglich – lautet da die Devise.


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Seit einigen Jahren nun schon wird das Fach Englisch auch in der Grundschule unterrichtet, doch noch immer sind viele Eltern skeptisch, inwiefern das eigentlich sinnvoll ist.

Spielerisch englisch lernen: Das war der Grundgedanke der Idee, die Fremdsprache schon ab der ersten Klasse einzuführen. Doch wie das mit neuen Ideen oftmals nunmal so ist: Erst einmal werden sie kategorisch abgelehnt, insbesondere von konservativen Eltern, die lieber auf bewährte Muster zurück greifen, anstatt sich einmal über den Tellerrand zu wagen.

Dabei kann man die schwammigen Vorurteile schnell aus dem Weg räumen. Ein Argument beispielsweise besagt, dass der zusätzliche Unterricht das Kind zusätzlich belastet. Blödsinn! Denn die Betonung liegt hier auf ,,spielerisches Lernen”, was soviel bedeutet, dass die Kleinen auf lockere Art und Weise an die Sprache heran geführt werden. Die Gewichtung liegt auf dem kreativen, freien Teil des Lernens, nicht auf den zwanghaft effektiven. Kein Kind wird gezwungen, englisch zu sprechen, sondern entscheidet selber, wie weit es gehen möchte. Von wegen belasten, so macht die Schule doch wieder richtig Spaß!

Also wie zu vermuten, habe ich eine sehr positive Meinung über die Einführung des Faches. Aber auch deshalb, weil ich bei meinem Nachbarskind, welches ich regelmäßig mit seinen Hausaufgaben betreue, eine wirklich positive Entwicklung ausmachen durfte. Sie liebt die Sprache, spielt und experimentiert sehr viel damit, integriert sie sogar in ihre Freizeit, wenn sie mit anderen Kindern spielt. Und so gesehen bin ich mir sicher, dass sie auf einer weiterführenden Schule es sehr leicht haben wird, in die Sprache einzusteigen, da ihr Unterbewusstsein schon eine frühe, positive Prägung erfahren hat. Offenheit ist hier das Zauberwort! So sollten gerade Eltern viel offener und zugänglicher für neue Ideen sein, da sie immerhin verantwortlich für die Entwicklung unserer Zukunft sind, wenn ich es einmal pathetisch sagen darf!


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Laut einem Artikel des Spiegel vom 10. Mai hat die einst als letzte Rettung für Sitzenbleiber gestempelte Nachhilfe eine neue Funktion erhalten: Die des verlängerten Unterrichtes für durchschnittliche Schulkinder.

Danach nutzen viele Eltern die Nachhilfe auch, wenn keine gravierenden Probleme in der Schule vorliegen und investieren damit zusätzlich Geld in die Bildung des Kindes. Die Nachhilfe als zusätzliche Lernhilfe also.

Diese Beobachtung kann ich vom anderen Punkt des Geschäftes aus bestätigen. Ein Freund von mir gibt seit Jahren Nachhilfe in Mathematik, seine Haupteinnahmequellen haben sich von planlosen Erstsemesterstudenten zu motivierten Kindern gutsituierter Bildungsbürger gewandelt. Die Nachhilfe ist also immer mehr zur “Zusatzhilfe” geworden.

Ich sehe das nicht so schlimm, wie der Spiegel es malt. Es stimmt schon, dass die Eltern ihre Kinder durch Nachhilfe in der Konkurrenzsituation “Schulklasse” besser darstehen lassen und dass weniger gutsituierte Eltern diese Möglichkeit nicht haben. Trotzdem beeinflusst das Abschneiden der Kinder in früheren Klassen über durchschnittliche Leistungen hinaus die Abiturleistung bestenfalls marginal. Natürlich, mit einer sehr schlechten Leistung kommt das Kind nicht aufs Gymnasium, aber alles darüber hinaus ist meiner Meinung nach überflüssige Kosmetik.

Da sollten die Eltern der Kinder lieber mehr Geld für Schulbücher ausgeben und ansonsten Zeit mit ihren Sprösslingen verbringen, um ihre sozialen Fähigkeiten zu stärken. Der Zeitpunkt, wo es auf das Lernen wirklich ankommt, beginnt meiner Meinung nach erst ab der 9. Klasse.


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Schulexperiment – „Die Welle“

Autor: Carsten
abgelegt in: Schule

Am kommenden Donnerstag kommt der Film „Die Welle“ in die deutschen Kinos. Das Remake des amerikanischen Fernsehfilms wurde mit Schauspieler Jürgen Vogel in der Hauptrolle neu verfilmt und sollte durchaus Anklang bei Schülern der Sekundärstufe II. finden.

Die Geschichte des Filmes basiert auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1967. Der Geschichtslehrer Ron Jones sah Gedenkstein an einer deutschen Schule flickr©gruenbremensich beim Thema „Nationalsozialismus“ der These seiner Schüler ausgesetzt, dass solche Verhaltensformen wie sie zu Zeiten des Nationalsozialismus herrschten in der damaligen amerikanischen Gesellschaft unmöglich wären.

Um seinen Schülern das Gegenteil zu beweisen, begann Ron Jones das Experiment „The Third Wave“, in dem er den Schülern unterschiedliche Rollen zuteilte. Ähnlich wie bei einer Diktatur gab es eine Führungsfigur (fiktive Figur) ohne Einschränkungen, einen ausführenden Apparat und eine breite Gesellschaft, die sich harten Regelungen zu unterwerfen hatte. Statt des geplanten einen Tages lief das gesamte Experiment über fünf Tage und wurde durch Jones auf einer Schulversammlung, die ursprünglich als Kundgebung für die begeisterten Anhängern der „Dritten Welle“ ausgerufen wurde, mit einer Filmvorführung über Jugendorganisationen über das Dritte Reich beendet.

Die Reaktionen kann man sich durchaus bildlich vorstellen. Der Vergleich empörte zunächst, jedoch musste man recht schnell erkennen, dass man sich unbewusst einem System unterworfen hatte, welches man gänzlich verabscheute und für die heutige Zeit vollkommen ausgeschlossen hatte.

Zwar gibt es den Fernsehfilm schon als Lehrmaterial für deutsche Schulen, aber das Remake kann wesentlich mehr überzeugen. Jürgen Vogel spielt einen herausragenden Geschichtslehrer, der den Schülern anschaulich die Gefahren einer diktatorischen Gesellschaft vor Augen führt.
Lehrreich und sehenswert!


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