Wirft man einen genaueren Blick auf das deutsche Bildungssystem, so stellt sich Ernüchterung ein. Noch nie war das Hauptschulsterben größer.
Hauptschulsterben das ist einer dieser Begriffe den noch nie jemandem wirklich Ohren gekommen ist, doch hinter diesem Neologismus steckt weit aus mehr als die Schließung von ein par Hauptschulen. Alleine das Wort sterben impliziert, dass wir uns in einer ernsthaft misslichen Situation befinden, denn der enorme Hauptschulrückgang ist Zeichen ernstzunehmender Bildungspolitischer Mißstände. weiterlesen »
Kunstlehrer Hajo W. soll sich 1989 an vier Jungen in der Sauna vergriffen haben. Das Kollegium der Helene-Lange-Schule hatte davon gewusst. Der Fall wurde intern besprochen und dann unter den Teppich gekehrt. Zu einer Strafanzeige kam es nicht, der Lehrer wurde versetzt.
Berichte über sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen häufen sich. Aber nicht nur an katholischen Schulen kommen derzeit Missbrauchsfälle ans Tageslicht, auch an einer hessischen Vorzeigeschule kam es zu sexuellen Übergriffen an Jugendlichen. Enja Riegel, ehemalige Schulleiterin der Unesco-Modellschule in Wiesbaden, wandte sich in der vergangenen Woche an die Öffentlichkeit und berichtete von einem Fall während ihrer Amtszeit.
Der mittlerweile verstorbene Kunstpädagoge und Photograph Hajo W. hatte 1989 vier Schüler in der Sauna „befummel“, doch die Schulleitung hatte sich gegen eine Strafanzeige entschieden. weiterlesen »
Wie steht es eigentlich um das Schulessen an deutschen Schulen? Wir schicken unsere Kinder in die Schule, bezahlen das Essensgeld und meinen sie wären gut versorgt. Leider ist das nur an wenigen Schulen der Fall. Die Schulverpflegung ist oft nur mangelhaft und auch viele Ernährungswissenschaftler schlagen Alarm wenn es um die Mahlzeiten der Kinder geht.
Es heißt doch, dass ein gesunder Geist nur in einem gesunden Körper leben kann. Wie kann es die Regierung und das Bildungswesen da vereinbaren der Zukunft unseres Landes ein schlechtes Schulessen zu servieren? Denn das Mittagessen in den Schulen ist nicht gesund. Oft bekommen die Kindern Frittiertes, helle Nudeln, oder Schweinefleisch. Frisches Gemüse ist da oft Mangelware.
Im letzten Artikel ging ich ja schon über die berühmten “Spätzünder” in der Schule ein. Und deshalb schreibe ich heute nochmal über das Sitzenbleiben, das derzeit ja in aller Munde zerkaut wird.
Die obligatorische Ehrenrunde. Sie wird mit einem Lächeln in Kauf genommen, man klopft dem Sprössling auf die Schulter: Jaja, der Papa hat das auch hinter sich, in der Neunten, damals. Einmal sitzenbleiben ist irgendwie kaum ein Problem, das kann ja mal passieren. So nicht in Hamburg. Derzeit werden wieder verschärft Reformen losgetreten, die das Sitzenbleiben verhindern und die spezielle, individuelle Förderung stärken sollen. Sitzenbleiben wird aufgetunet, bekommt ein neues Image: Weg mit der Verharmlosung, her mit der Verteufelung. Über Hamburg schreibt übrigens auch dieser Blog.
Warum? Weil wir alle keine Zeit mehr haben. Alles muss jetzt flott gehen, bitteschön. Die Einführung des Bachelor-Studiums hat den Studenten das Leben schwer gemacht, es wird geschwitzt und geackert, anstatt herum gefläzt und gefeiert. Das straffe Programm sorgt in der Regel für schnelle Karriere. Kluge Köpfe braucht das Land. Und weil das ja im Studium so gut funktioniert, wird das Anziehen der Zügel wohl auch in der Schule helfen. Bestimmt. weiterlesen »
Wie ich ja bereits schrieb, steht der Englischunterricht an den Grundschulen unter hoher Kritik. Wurde die Reform zu schnell durchgeführt?
Kinder lernen in der Grundschule Englisch. Sprachfenster im Gehirn, die noch offen stehen und das Erlernen von Fremdsprachen deshalb erleichtern. Es gibt viel Geschwafel, weshalb es gut ist, Schüler schon früh mit bevorstehenden Herausforderungen zu konfrontieren. Und so wurde vor einigen Jahren auch der Englischunterricht in die Grundschulen integriert. Darüber - und auch über die hagelnde Kritik - habe ich schon letztens berichtet. Aber es werden immer weitere Gründe für die Abschaffung dieses Unterrichtes gefunden. weiterlesen »
Endlich mal eine positiv überraschende Meldung: Gymnasiasten sollen wieder in dem Fach Astronomie unterrichtet werden.
Leider bisher nur in Thüringen so geschehen, aber es gibt Grund zur Hoffnung: Die dortigen Gymnasien müssen das Pflichtfach Astronomie einführen und den Schülern universelle Weisheiten beibringen.
Das gab es schon zu DDR-Zeiten, gerat nach der Wiedervereinigung jedoch stark in Vergessenheit, wurde lediglich mal im Physikkurs angekratzt und angedeutet. weiterlesen »
Erst letztens schrieb ich über die Reform der Gymnasien, die die Abschaffung der dreizehten Stufe bedeutete. Was für Nach- und was für Vorteile diese hatte. Umso interessanter fand ich da die Tatsache, dass schon wieder diskutiert wird: nämlich die Rückholung des alten Systems. Quasi die Relativierung der Reform.
Na, da leistet unsere Bildungspolitik ja mal wieder ganze Arbeit, um sich vor ganz Detuschland so richtig lächerlich zu machen. Moment, woran
erinnert mich diese pupertätsähnliche Geschichte? Achja, genau. Die Reform der Rechtschreibung. Die Nachwehen dieser Fehlentscheidung schwappen immer noch über unsere Klassenzimmer, Schüler schreiben heute sehr viel schlechter als früher.
Und jetzt geht es eben um unsere Gymnasien. Eine regelrechte Blitzreform schaffte die letzte Klassenstufe ab und erfand das im Volksmund lautende ,,Turbo-Abi”. Dieses stieß auf heftike Kritik, wie ich letztens schon berichtete. Keine Kindheit mehr, keine Hobbys und keine Zeit zum Lernen. weiterlesen »
Unsere Gesellschaft wird immer durchsichtiger, der Mensch immer mehr eine Nummer in verschiedenen Datenbanken. Alles wird festgehalten, die Freiheit immer mehr beschränkt. Schon länger rebelliert eine Gesellschaft, die sich immer weiter in eine Ecke gedrängt fühlt.
So passiert das jetzt auch in den Schulen. Eine landesweite Datenbank in Bayern soll den schulischen Werdegang eines jeden jungen Menschen dokumentieren - und zugänglich machen. Damit soll beispielsweise die Schulpflicht kontrolliert werden. Und eventuelle Schulwechsel erleichtert.
Eine Verfassungsklage wird eingereicht. weiterlesen »
Die Bildungspolitik plädiert mehr für fundierten Schwimmunterricht.
Ich habe mein Seepferdchen ja mit sechs absolviert, aber eher mürrisch und zähneknirrschend ließ ich mich auf die Plantscherei ein. Und nachdem ich genug Wasser geschluckt hatte, um mein Seepferdchen an meinen Badeanzug nähen zu dürfen, reichte es mir auch. Meinen Freischwimmer habe ich heute noch nicht
. Aber genau das kritisiert unsere Politik neuerdings, denn zu wenige Grundschüler könnten nach Absolvieren der vierten Klasse immer noch nicht schwimmen und das sei ein ,,gravierendes Problem”. weiterlesen »
Der Psychologe wird oftmals unterschätzt, was seine Bedeutung an der Schule anbelangt.
Hatten Sie einen Vertrauenslehrer an Ihrer Schule? Und wenn ja, haben Sie ihn auch genutzt? Ein Vertrauenslehrer ist zumeist ein Lehrer, der von den Schülern demokratisch und anonym als Vertrauenslehrer gewählt wird. Das heißt, dass die Schüler ihm am ehesten ihre Probleme und Sorgen anvertrauen würden. weiterlesen »