Pisabesieger

Schlauer als die Polizei erlaubt
 


Wirft man einen genaueren Blick auf das deutsche Bildungssystem, so stellt sich Ernüchterung ein. Noch nie war das Hauptschulsterben größer.

von Pink Sherbet Photography © Flickr

Hauptschulsterben das ist einer dieser Begriffe den noch nie jemandem wirklich Ohren gekommen ist, doch hinter diesem Neologismus steckt weit aus mehr als die Schließung von ein par Hauptschulen. Alleine das Wort sterben impliziert, dass wir uns in einer ernsthaft misslichen Situation befinden, denn der enorme Hauptschulrückgang ist Zeichen ernstzunehmender Bildungspolitischer Mißstände. weiterlesen »


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Etwa 8 Prozent aller Schulabgänger, verlassen die Schule ohne Abschluss. Das ist immerhin jeder Zwölfte. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt minimieren sich für solche Jugendlich dadurch enorm.

Abiturienten sind Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt

Eine gute Ausbildung ist wichtiger denn je. Doch wenn es bereits am Schulabschluss hapert, sinken auch die Möglichkeiten im Berufsleben. Besonders an Hauptschulen ist die Rate der Schulabbrecher hoch. Häufig ist Perspektivlosigkeit ein Auslöser: Immer mehr Jugendliche entscheiden sich für das Abitur, wollen aber im Anschluss nicht studieren sondern gehen in gewerbliche Berufe. Mit ihrer besseren Ausbildung verdrängen sie so zusehends die Haupt- und Realschüler. Deren Motivation, sich anzustrengen, sinkt dadurch natürlich enorm.

Schule ohne Abschluss©flickr/mueckenschweinverlag

“Die Schere zwischen Jugendlichen, die ohne Hilfe keinen Einstieg mehr ins Berufsleben schaffen, und Unternehmen, die immer höhere Anforderungen an ihre Mitarbeiter stellen müssen, öffnet sich zusehends”, so Georg Ludwig Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zu Spiegel online.

Die Gründe sind vielfältig

Aber auch andere Faktoren weiterlesen »


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Wenn Integrationsschulen richtig  funktionieren, können sie Kindern einen guten Weg bieten, offener mit dem Thema Behinderung umzugehen. Dies setzt jedoch in erster Linie die Toleranz der Eltern voraus.
Viele Eltern machen sich bereits früh Gedanken über die Zukunft ihres Kindes. Dazu zählt für sie vor allem auch eine gute Schulausbildung. So gibt es bereits verschiedene Modelle, die sich, auch abseits der Regelschulen, den spezifischen Bedürfnissen des Kindes widmen.  Genannt seien hier Konzepte wie Waldorf das von Maria Montessori.

Integrationsschulen kämpfen noch immer mit Vorurteilen

Die meisten Eltern haben noch immer Berührungsängste, wenn es um das Thema Integration, also Lernen mit behinderten Kindern, geht. Viele glauben bis heute, eine solche  Schulform biete ihrem Kind nicht die gleichen Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten wie an einer regulären Schule, da das Hauptaugenmerk auf der Förderung der Kinder mit Integrationsbedarf liege und somit die Qualität des Unterrichts leiden würde.

Das dies ein gut und lange gepflegter Irrglaube ist, zeigt bereits der Blick auf die Struktur solcher Schulen, wie zum Beispiel der Paul-und Charlotte-Kniese Schule in Berlin: neben integrativen Klassen, also solchen, in denen sowohl behinderte als auch nicht behinderte Kinder gemeinsam lernen, gibt es auch reine Regelklassen sowie Klassen, in denen ausschließlich Kinder mit geistigen und körperlichen Einschränkungen unterrichtet werden. In den Integrationsklassen wird zudem dem Regelschullehrer ein Sonderpädagoge zur Seite gestellt, der speziell auf die Bedürfnisse der Kinder mit Einschränkung geschult ist.

Integration©FlickrMatt Seppings

Integration ja, aber richtig!

In solchen Klassen  gibt es zudem die Möglichkeit einer zielgleichen Integration, also dem Lernen weiterlesen »


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Eine Studie der Bertelsmann Stiftung hat ergeben, dass Risikoschüler in Deutschland, also Schüler, die in einem Alter von 15 Jahren gerade mal über die Sprach- und Rechenkenntnisse eines Grundschülers verfügen, den Staat über acht Jahrzehnte hoch gerechnet bis zu 2.800.000.000.000 Euro einbußen lassen könnten.

Risikoschüler – die wahren Bildungsverlierer  ©Flickr.com/anniferrr

Risikoschüler, mehr als eine finanzielle Last

Risikoschüler, damit sind Kinder gemeint, die nach Maßstäben der Pisa Studie mit 15 Jahren nur schlecht oder kaum lesen und schreiben können und damit so schlecht ausgebildet sind, dass sie keine Ausbildung nach der Schule aufnehmen können. Das sind in Deutschland immerhin 20% der 15 Jährigen, die man hauptsächlich an Haupt- und Gesamtschulen findet. Hier liegen die Ergebnisse in der Schulbildung so schlecht, dass ca. die Hälfte bis drei Viertel der Schüler nachdem sie die Hauptschule verlassen, kaum berufliche, gesellschaftliche und kulturelle Handlungsfähigkeiten besitzen. weiterlesen »


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Ob Schwimmbad, Kino oder Museum – mit einem Schülerausweis können Ermäßigungen für Kinder und Jugendliche ermöglicht werden. Das gefällt nicht nur den Schülern selbst, sondern schont auch den Geldbeutel der Eltern. 

Schule und Schülerausweis © flickr.com / Rob Shenk

Der Schülerausweis hat im Wesentlichen zwei Funktionen: Da Personalausweise meist erst im Alter von 16 Jahren ausgestellt werden, können Kinder und Jugendliche bereits vorher einen Nachweis über Wohnort, Schule oder Alter erbringen. Wichtiger sind allerdings die Ermäßigungen, die mit dem Schülerausweis erworben werden können. In vielen Institutionen und öffentlichen Einrichtungen spart man häufig bis zu 50% des Eintrittsgeldes. Mitunter können Schüler mit dem Ausweis auch kostenlos Angebote nutzen. Auch im öffentlichen Nahverkehr ermöglicht der Ausweis sinnvolle Rabatte.

In den meisten Bundesländern erhalten die Schüler ihren Schülerausweis ab der fünften Klasse, spätestens jedoch mit Eintritt in eine weiterführende Schule wie zum Beispiel dem Gymnasium. Dies ist auch sinnvoll, denn Drittklässler haben wohl kaum Schwierigkeiten, Ermäßigungen für ihr Alter durchzusetzen. Abiturienten dagegen wirken äußerlich reifer und benötigen daher den Nachweis, noch Schüler zu sein. Schülerausweise gelten immer für ein Schuljahr und werden jährlich verlängert. Sie sind für die Kinder kostenlos, lediglich das Passfoto, das dazu gereicht werden muss, tragen die Schüler beziehungsweise ihre Eltern selbst. weiterlesen »


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Etwa zwei Privatschulen werden momentan pro Woche gegründet. Immer mehr Eltern vertrauen nicht mehr auf staatlichen Schulen und suchen andere Wege, um ihren Sprösslingen eine optimale Förderung und Ausbildung zu ermöglichen. Dabei geht es auch immer mehr um  Wertevermittlung.

Schulen sehen sich immer öfter mit den Aufgaben der Eltern konfrontiert. Es geht dann oft nicht mehr um Biologie und Mathematik, sondern um grundlegende Voraussetzungen eines gemeinschaftlichen Lernens und Bildens. Das Klassenzimmer wird zum Wohnzimmer, in dem Werte wie gegenseitiger Respekt, Disziplin und Vertrauen immer mehr in den Vordergrund geraten. Staatliche Schulen und deren Lehrer sind damit oftmals überfordert.

Kindergarten ©flickr / woodleywonderworksPrivatschulen als Alternative für die Ausbildung an staatlichen Schulen

Das Vertrauen der Eltern, dass die Institution Schule den neuen Anforderungen neuer gesellschaftliche Strukturen gerecht wird, schwankt. Starre Unterrichtspläne verfehlen die Bedürfnisse der Kinder, die heute in die Schule kommen. Privatschulen scheinen für viele Eltern  immer attraktiver zu werden.

Privatschulen liegen nicht in der Trägerschaft des Staates. Träger sind kirchliche Organisationen, Gewerkschaften, Vereine, Privatpersonen und sonstige Gesellschaften. Die Gründung von Privatschulen ist im Grundgesetz verankert und der Staat ist verpflichtet die Gründung dieser Schulen zu unterstützen. Da das Schulwesen in den Kompetenzen der einzelnen Länder liegt, hat jedes Bundesland andere Bedingungen für Privatschulen.

Ausbildung an Ersatzschulen und Ergänzungsschulen

Man unterscheidet bei Privatschulen zwischen Ersatzschulen und Ergänzungsschulen. Damit die Schulen anerkannte Abschlüsse, wie Abitur oder einen Wirtschaftsabschluss, vergeben dürfen und der Besuch die Schulpflicht erfüllt, bedürfen diese Ersatzschulen einer staatlichen Anerkennung oder Genehmigung, und sind der staatlichen Aufsicht unterworfen. Etablierte Ersatzschulen sind zum Beispiel Waldorf- und Montessori-Schulen.

Für Ergänzungsschulen gilt, dass sie in der Regel die Schulpflicht nicht erfüllen. Ergänzungsschulen bieten vor allem neue Bildungsgänge an, für die es keine Entsprechungen bei staatlichen Schulen gibt, wie zum Beispiel Sprachschulen, Schauspielschulen oder Dolmetscherschulen.

Stipendien, Schulgeld und Ermäßigungen von Privatschulen

Privatschulen haben nach einer Studie des Statistischen Bundesamtes von 2006 starken Zuwachs.  Die Zahl der Privatschüler ist seit 1992 um mehr als die Hälfte auf insgesamt 873.000 Schüler im Schuljahr 2005/2006 gestiegen. Viele Privatschulen sind, trotz der öffentlichen Finanzierung, gezwungen ein hohes Schulgeld zu erheben, um ihre Kosten zu decken.

Um dennoch allen Interessenten die Ausbildung an Privatschulen zu gewährleisten, gibt es Stipendien, Geschwisterermäßigungen oder ein nach dem Einkommen der Eltern gestaffeltes Schulgeld. Privatschulen, die kirchliche Träger haben, verlangen oft nur wenig oder gar kein Schulgeld.


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Im letzten Artikel ging ich ja schon über die berühmten “Spätzünder” in der Schule ein. Und deshalb schreibe ich heute nochmal über das Sitzenbleiben, das derzeit ja in aller Munde zerkaut wird.

Mädchen auf einem Stuhl

Die obligatorische Ehrenrunde. Sie wird mit einem Lächeln in Kauf genommen, man klopft dem Sprössling auf die Schulter: Jaja, der Papa hat das auch hinter sich, in der Neunten, damals. Einmal sitzenbleiben ist irgendwie kaum ein Problem, das kann ja mal passieren. So nicht in Hamburg. Derzeit werden wieder verschärft Reformen losgetreten, die das Sitzenbleiben verhindern und die spezielle, individuelle Förderung stärken sollen. Sitzenbleiben wird aufgetunet, bekommt ein neues Image: Weg mit der Verharmlosung, her mit der Verteufelung. Über Hamburg schreibt übrigens auch dieser Blog.

Warum? Weil wir alle keine Zeit mehr haben. Alles muss jetzt flott gehen, bitteschön. Die Einführung des Bachelor-Studiums hat den Studenten das Leben schwer gemacht, es wird geschwitzt und geackert, anstatt herum gefläzt und gefeiert. Das straffe Programm sorgt in der Regel für schnelle Karriere. Kluge Köpfe braucht das Land. Und weil das ja im Studium so gut funktioniert, wird das Anziehen der Zügel wohl auch in der Schule helfen. Bestimmt. weiterlesen »


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Wie ich ja bereits schrieb, steht der Englischunterricht an den Grundschulen unter hoher Kritik. Wurde die Reform zu schnell durchgeführt?

Englisch ist in der Grundschule oftmals zu ,,albern” © Flickr/woodleywonderworks

Kinder lernen in der Grundschule Englisch. Sprachfenster im Gehirn, die noch offen stehen und das Erlernen von Fremdsprachen deshalb erleichtern. Es gibt viel Geschwafel, weshalb es gut ist, Schüler schon früh mit bevorstehenden Herausforderungen zu konfrontieren. Und so wurde vor einigen Jahren auch der Englischunterricht in die Grundschulen integriert. Darüber - und auch über die hagelnde Kritik - habe ich schon letztens berichtet. Aber es werden immer weitere Gründe für die Abschaffung dieses Unterrichtes gefunden. weiterlesen »


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Oft wird darüber diskutiert, ab welchem Alter die Einschulung sinnvoll ist. Die meisten Kinder werden im Alter zwischen 5 und 7 eingeschult.

Kinderlachen

In meinem Jahrgang wurden damals beinahe alle mit sechs Jahren eingeschult. Und soweit ich mich besinne, ist das auch das reguläre Alter, um die Schultüte geschenkt zu bekommen.
Der erste Schultag ist ein ganz besonderes Datum für die Kleinen: Lange hat man darauf gewartet und viel davon gehört. Im Nachbarsgarten haben die schon größeren Kinder viele Geschichten von dem sagenumwobenen Schulhof erzählt. Und jetzt ist es soweit. Jetzt ist man ,,selber” dran.

Doch wann ist ,,es” denn am Besten? Die meisten Grundschulen machen Eignungstests mit den Kindern. Das heißt, oft tapert man schon mit fünf zarten Jährchen in den großen Höhlenschlund der Schule und lässt sich untersuchen. Hauptaugenmerkt liegt dabei auf die Persönlichkeit und geistige Entwicklung des Kindes. Ist es frühreif? Besonders begabt? Wenn dies zutrifft, überlegen manche Schulen die frühe Einschulung des zukünftigen Schülers. Ansonsten gibt´s ein Wiedersehen im nächsten Jahr. weiterlesen »


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Immer wieder hacken alle möglichen Medienvertreter auf die Hauptschule herum. Auch ich habe hier im Blog des Öfteren kein gutes Haar an der verschrieenen ,,Restschule” gelassen.

Tafel

Dabei sollte man ihr durchaus noch Chancen einräumen. Natürlich bin ich auch weiterhin für die totale Einführung der Gesamtschule, allerdings sollte man die Hauptschule auch mal wieder in einem positiven Zusammenhang erwähnen.
Denn für viele Schüler ist sie nicht das Auffangbecken, sondern eine tatsächliche Chance, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es selbst für richtig erachten. weiterlesen »


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