Die christlichen Internate sind ja so verpönt wie keine andere Schule. Ausgelacht und gegängelt werden sie als spießiges Utensil unserer Gesellschaft gehandhabt. Schülern beschert schon das Erwähnen dieser eine Gänsehaut, viele konservative Eltern hingegen schweben in den Siebten Himmel bei der Vorstellung, ihren Sprössling zu einem lammfrommen Wesen zu erziehen…
…. haben Sie jetzt auch einen Krawatte tragenden, mit Gel zurückgestreichten Haaren und fies guckenden Zwerg vor Augen, der mit gefalteten Händen nur darauf wartet, Ihnen den Satansbraten in ihm zu beweisen? Ohja. Wir kennen alle die Klischees. Und die Filme bzw. Bücher darüber. Ich habe auch sofort eine besonders fiese Nonne vor Augen, die mit Hexenaugen alles sieht, was auch nur ansatzweise verboten ist. Und für die Sex einem Freifahrtschein durch die Höllentore gleicht.
Aber auch die heimlichen Partys, die Orgien und die vielen Streiche haben wir im Kopf. Die hübschen Internats-Abenteuer, wie beispielsweise der unorganisierte Hausmeister, der ja eigentlich ganz süß ist
. Das Internat ist quasi die Geburtsstätte aller verruchten Abenteuer. Bei studiVZ gibt´s ja die Gruppe “I went to a catholic school. Look, what it did to me.” Und mit diesem Spruch ist bestimmt nicht der Häkel-Volkshochschulkurs gemeint.
Aber so aufregend wird es da auch nicht sein. Ich wäre auch beinahe auf einem reinen katholischen Mädchengymnasium gelandet. weiterlesen »
In den sogenannten ,,Dreiecksländern” greift ein neues, irgendwie unbekanntes, System um sich: Der gemeinsame Unterricht mit den Kindern aus den Nachbarsländern Tschechien und Polen.
,,Schulen brauchen Gestaltungsräume, keine Vorgaben” so ein Pädagoge, dem ich nur zustimmen kann. Unsere Bildungspolitik stottert herum und wühlt sich haareraufend durch eine schlechte Reform nach der anderen, die Schule ist ein hartes Brot geworden, welches mittlerweile krustig und abgestanden schmeckt. Hier ist das anderes. Anstatt Stundenpläne gibt es Wochenpläne und Lehrer sind jetzt Lernbegleiter. Alles ist freier, ungezwungener und – effektiver. weiterlesen »
Erst letztens schrieb ich über die Reform der Gymnasien, die die Abschaffung der dreizehten Stufe bedeutete. Was für Nach- und was für Vorteile diese hatte. Umso interessanter fand ich da die Tatsache, dass schon wieder diskutiert wird: nämlich die Rückholung des alten Systems. Quasi die Relativierung der Reform.
Na, da leistet unsere Bildungspolitik ja mal wieder ganze Arbeit, um sich vor ganz Detuschland so richtig lächerlich zu machen. Moment, woran
erinnert mich diese pupertätsähnliche Geschichte? Achja, genau. Die Reform der Rechtschreibung. Die Nachwehen dieser Fehlentscheidung schwappen immer noch über unsere Klassenzimmer, Schüler schreiben heute sehr viel schlechter als früher.
Und jetzt geht es eben um unsere Gymnasien. Eine regelrechte Blitzreform schaffte die letzte Klassenstufe ab und erfand das im Volksmund lautende ,,Turbo-Abi”. Dieses stieß auf heftike Kritik, wie ich letztens schon berichtete. Keine Kindheit mehr, keine Hobbys und keine Zeit zum Lernen. weiterlesen »
Eine Studie bestätigte: Kinder aus sozialen Unterschichten bekommen bei gleichen Noten seltener eine Empfehlung für das Gymnasium!
Ha, das ist ja mal ein gefundenes Fressen für die Idealistin in mir: Tatsächlich bekommen Kinder aus Akademiker-Familien fast imme eine Empfehlung für das Gymnasium, währenddessen Kindern bei denselben guten Noten empfohlen wird, auf eine andere Schule zu gehen.
Als ich das gelesen habe, musste ich erst einmal tief Luft holen. Es gibt viele transparente Indizien dafür, dass unsere Gesellschaft immer mehr Richtung Klassifizierung driftet, dass die Schere zwischen ,,arm und reich” immer weiter auseinander reißt und jeder nickt immer eifrig mit dem Kopf, wenn es heißt, dagegen müssen wir etwas unternehmen. weiterlesen »
Ein motivierter, engagierter Lehrer bringt den Schülern mehr bei, als ein Pädagoge, der eigentlich gar ,,keinen Bock” hat. Klingt einleuchtend, oder?
Ein Lehrer sollte mitreißen. Motivieren. Sollte Spaß an seinem Job haben. Er sollte nicht in das Klassenzimmer rauschen und selber von dem Staub zwischen den Bücherseiten schlechte Laune bekommen, sondern den Schülern das Gefühl von Freude suggerieren, wenn er vor Partikel in der Luft kaum atmen kann und einen Hustenanfall bekommt
. weiterlesen »
Irgendwie klingt das wie die schwarzweiß Verfilmung einer Geschichte, die (eigentlich) längst hinter uns liegt: Die Geschlechtertrennung in der Schule.
Meine Cousine hat auf einem katholischen Mädchengymnasium ihr Abitur absolviert. Und beinahe hätte es auch mich dorthin ,,verschlagen” – heute bin ich sehr froh über den Umstand, der mich zum genauen Gegenteil führte: Einem gemischen technischen Gymnasium. Jedoch möchte ich den Punkt Geschlechtertrennung einmal ausführen, da es doch ein diskussionswürdiges Thema ist. weiterlesen »
Hauswirtschaft ist ein stark gehasstes Fach in Deutschlands Schulen.
,,Lass uns was kochen…. ich hab Toast da!” Diese StudiVZ Gruppe hätte von mir gegründet werden können und ich denke mal, von vielen Studenten ebenfalls. Kochen ist eine Geschichte, über die sich immer weniger Gedanken gemacht wird. Aber wenn du erst einmal monatelang einzig allein von Toastbrot gelebt hast, weißt du, wie es sich anfühlt, wenn dein Körper so richtig nach einem blutigen Stück Fleisch verlangt
. weiterlesen »
Ich finde: Ja, ja und nochmals ja! Und das ganz allein schon aus gesellschaftlichen Gründen.
Ich schrieb schon einmal über die Einführung der Gesamtschulen, da gerade meine ehemalige Realschule zu so einer mutiert.
Und gerade gestern brandete in einer gemütlichen Kaffee-Runde genau diese Diskussion wieder auf, wobei jemand, der dagegen argumentierte, mir entgegen setzte: ,,Intelligente müssen gefördert werden! Und ein Intelligenter hat neben einem Hauptschüler einfach nichts zu suchen.”
Sehr engstirnig, wie ich finde, weil das absoluter Blödsinn ist. weiterlesen »
Endlich: Der verdiente Realschulabschluss ist geschafft! Und jetzt das Abitur! Nur, welche Schule ist da am geeignesten für mich?
Wer nach seinem Realschulabschluss noch das Abitur absolvieren möchte, der hat heute die Qual der Wahl. Zuerst fällt einem da die Möglichkeit ein, an einem ,,normalen” Gymnasium weiter zu lernen, was ja eigentlich eine gute Idee wäre, wäre da nicht die Sache mit den Fremdsprachen. Denn für das allgemeine Gymnasium brauchst du eine zweite Fremdsprache neben Englisch, die du gut beherrscht und auch schon seit einigen Jahren lernst. Zumeist handelt es sich hier um Französisch.
Doch die meisten machen sich in frühen Jahren keine Gedanken darum, dass sie dieses Fach noch benötigen und wählen es leider ab.
Mir war damals wirklich alles egal, ich lernte zwei Jahre Dänisch und fand mich irgendwie cool, weil sonst niemand Dänisch kann. Total idiotisch aus heutiger Sicht, natürlich
. weiterlesen »
Viele Argumente, die dafür sprechen, dass auch während der Schulzeit aktiv Sport betrieben wird, aber es gibt auch einige gegenläufige Meinungen.
Ich habe mich gerne in den Geräteräumen unter dem Schwebebalken versteckt, wenn es um mein absolutes Hass-Fach Nr. 1 ging: Sport. Ratzfatz war ich in der Pause umgezogen, schnappte mir ein Buch und verkroch mich zu den Matten und Basketbällen. Natürlich wurde das nicht geduldet und des Öfteren wurde ich gezwungen, Dinge zu tun, die nicht einmal in meinen schlimmsten Alpträumen vorkommen: Handball spielen und dabei über den Haufen gerannt werden, Handstand machen und sich dabei fast die Knochen brechen, sich joggend und Luft japsend über den Sportplatz quälen. weiterlesen »