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Schlauer als die Polizei erlaubt
 


Türkische Studenten gehen oft ins Ausland, weil sie in Deutschland keinen Job finden und Absagen kassieren

Autor: Julia
abgelegt in: Pisa-News

Heute las ich über eine Statistik, die besagt, dass viele deutsche Bürger aus türkischer Abstammung, ihr zweites Heimatland nach abgeschlossenem Hochschulstudium wieder verlassen und im Ausland ihr berufliches Glück suchen.

türkisch

Eine ganz schön prekäre Thematik, die da angesprochen wird, würde ich meinen. Bezüglich unserer Integrations-Politik sind unsere türkischen Bewohner alles andere als begeistert. Sie beschweren sich, dass sie sich die größte Mühe geben, einen brillianten Schulabschluss hinzulegen, anschließend ein erfolgreiches Studium – und am Ende eine Absage nach der anderen kassieren.

So berichtet die Zeit, dass ein Mädchen sich bei einem Vorstellungsgespräch fragen lassen musste, wie das denn mit Heiraten aussehe. Da sie ja danach bestimmt das Haus und Kinder hüten müsste, weil das in der türkischen Kultur ja nun einmal so üblich ist. Das leistungsbereite Mädchen empfand dies als eine Frechheit. Die Frage drang in sie, wie eine mentale, schallende Ohrfeige.

Deshalb ziehen viele türkischen Studenten nach ihrem erfolgreich absolvierten Studium zurück in die Türkei. In ihrem Heimatland sind die kosmopolitischen Weltenbummler Gold wert, denn noch immer wird das deutsche Bildungsystem nach wie vor geschätzt – obwohl es ja eigentlich eher brach liegt. Und Deutschland ist natürlich bockig, so hat der Staat immerhin aufwändig in diese Menschen finanziert, ihnen das Studium ermöglicht und jetzt, wo alles schön in die Wirtschaft zurück fließen könnte, hauen die frischen Akademiker wieder ab. Währenddessen die Türken ebenso wütend sind.

Tja. Ist es tatsächlich so einfach? Deutschland, sei einfach ein bisschen netter und schwuppdiwupp wird alles gut? Äh, Moment mal. Gehen wir mal zurück zu dem angesprochenen Vorstellungsgespräch mit dem türkischen Mädchen. Hat der Chef tatsächlich eine böse Absicht gehabt? Ich meine, ist es nicht eine schlichte Tatsache, dass in der türkischen Kultur die Mädels nach wie vor früh und jung heiraten und sich dann nur noch um ihre Familie kümmern? Wie kann sich das Mädchen da beleidigt gefühlt haben, wenn der Mann einfach nur von einer völlig anderen Mentalität ausging, die ja auch nunmal Fakt ist und nicht ein bloßes Hirngespinst?

Und dieses ,,Deutschland ist Schuld” – ich wohne in einer Großstadt. Selten sind türkische Mitwohner nett zu mir. Meistens bekomme ich nur verachtende Blicke zugeworfen. Und dazu wird sich in den Schritt gefasst. Ich habe auch total nette türkische Nachbarn. Lächeln mich immer super freundlich an – und am Wochenende hört man Gebrülle, Geknalle und Schüsse aus ihrer Wohnung. Und nein, ich bin weder rechtsradikal oder sonst noch irgendwie intolerant angehaucht. Im Gegenteil.

Ich sehe das genauso wie die meisten anderen. Ausländern muss man helfen, muss sie fördern, ihnen jede Tür öffnen und offen halten. Ganz klar. Aber im Gegenzug werden wir oft besonders von den Türken verachtet. Ja, es gibt auch solche und solche. Es gibt bestimmt genauso viele nette Türken wie nicht so nette. Genau, wie es bei den Deutschen ist. Aber leider ist der Mensch nunmal so konzipiert, dass er sich das negative merkt. Und da fallen die pseudo-Machos einfach stärker ins Gewicht. Das ist traurig. Und leider nackte Realität.

Und nein, ich möchte jetzt niemanden an den Pranger stellen. Denn natürlich lässt sich das nicht so einfach über den Kamm scheren. Aber ich möchte zumindest darauf aufmerksam machen, dass hierbei zwei völlig unterschiedliche Kulturen aufeinander prallen, die sich völlig fremd sind. Sie verstehen den anderen schlichtweg nicht – daraus resultiert nunmal Misstrauen und Unverständnis. Oder eben auch Verachtung für das Leben des anderen, weil er keine Ahnung hat, was ihn dazu überhaupt bewegt.

Die Lösung? Denkbar einfach: Beide Seiten sind gefälligst offener und toleranter dem anderen gegenüber. Punkt. Dann haben türkische Menschen auch wieder Lust, ihr Studium für die deutsche Wirtschaft zu benutzen. Was für uns übrigens dringend notwendig ist, denn wir haben nicht nur ein schlechtes Bildungssystem, sondern daraus resultiert leider auch der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften.


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10 Kommentare to “Türkische Studenten gehen oft ins Ausland, weil sie in Deutschland keinen Job finden und Absagen kassieren”

  1. Ex Türke schreibt:

    Dieses Thema ist sehr prikär.

    Ich stimme dem zu, dass sich beide Kulturen sich sehr skeptisch gegenüber stehen.

    Hier wird in zwei Lagern gedacht. Der Türke und der Deutsche. Was ist aber mit den Türken, die dazwischen stehen?

    Nehme wir als Beispiel eingebürgerte Türken. Viele beherschen die deutsche Sprache, kennen die Gepfolgenheiten und sind an einer Integration interssiert.
    Wobei für mich dieses Wort “Intergration”, im Bezug auf Kulturen, immer einen faden Nachgeschmack hat.
    Aber nehmen wir es einfach mal so hin.

    Wir können uns nicht leisten, Menschen danach zu beurteilen, ob sie sich in den Schritt fassen oder nicht. Oder ob sie ein lautes Organ haben, auffällige Verhaltensweisen aufzeigen oder der ähnlichen.

    Wo ist der Gedanken, Jeder ist frei, soweit er die Freiheit des anderen nicht einschränkt??

    Ein selbstbewuster, extrovertierter Türke? Ist da die Freitheit weg? Fühlt sich ein Deutscher Mitbürger in seinen Freiheiten von einem Erscheinungsbild eines anderen derart beengt vielleicht sogar bedroht?

    Nun ich gestehe ein, dass sich viele Türksiche, um sich mal auf Volk zu beschränken, vor allem die jüngere Generation, nicht immer gut benimmt. Wie im Text schon angedeutet. Dummheiten kennen keine Ländergrenzen, Dummheiten haben nie ein Volk mehr “befallen” alsn andere. Schwarze Schaafe gibt es überall. Das wissen wir. Die Frage ist, warum bleiben die negativen in Erinnernung und die “Guten” im Hintergrund.

    Da steckt das Problem. Wieso ist das so?

    Mein Lösungsvorschlag ist einen Universelle.
    Nicht nut auf Türken bzw. Ausländer beschränkt.

    Wenn du einen fremden Menschen begegnest, gehe davon aus, dass dieser in Ordung sein könnte. Bis du vom Gegegenteil überzeugt wirst.

    Kleine Zusatz, lauere aber auch nicht auf das negative. Sieh was passiert. Jemand vor seiner “Tat” zu verurteilen ist bekanntlich nicht weise.

    Ich hoffe ich konnte zumindest mal eine andere Sichtweise aufzeigen.

  2. Julia schreibt:

    Hallo :-)

    Das Problem liegt ja nicht darin, dass man sich nicht mehr frei fühlt – sondern, was da für ein Bild erzeugt wird, welches einfach hängen bleibt. Wenn der Chef genau das beschriebene in seiner Freizeit erfährt, später in seinem Büro vor einer jungen, studierten Türkin sitzt – was meinst du, welche Bilder assoziiert der Mann? Deshalb ist diese ,,in-den-Schritt-fassen”-Thematik so brisant, weil sie die Freiheit zwar nicht einschränkt, man aber ein Bild von sich zeichnet, welches sich nicht abschütteln lässt und Vorurteile säät.

    Das Problem ist, dass es in der Natur des Menschen liegt – ganz egal, ob er sich sowas leisten kann oder nicht. Er kann nicht anders. Er muss den ersten Eindruck irgendwie verarbeiten und benutzt ihn zudem völlig unbewusst weiter. Schubladendenken lässt grüßen, aber unser beschränktes Gehirn ist nicht anders in der Lage, Informationen zu sortieren, wenn nicht so.

    Die negativen Geschehnisse bleiben deshalb so haften, weil sie das Misstrauen und die Vorsicht erzeugen. Das gute verpufft leider Gottes, es straft uns nicht und wir lernen nichts daraus. Das finde ich selbst auch nicht gut, hatte ich ja auch geschrieben, aber man kann sich dagegen gar nicht wehren.

    Wieso eine andere Sichtweise? Ich glaube nicht, dass wir das so verschieden sehen. Zwar wollte ich mit meinem Artikel provozieren, aber niemanden verurteilen, schon gar nicht die Türken. Es ging mir nur darum, dass man eben wirklich mal ein Thema von allen Seiten beleuchtet. Denn das Problem kann nicht nur auf einer Seite liegen, es liegt immer auf beiden.

    Wieso hat Integration einen faden Nachgeschmack? Ist es denn nicht so, wenn ein Türke nach Deutschland zieht, dass er eine fremde Kultur berührt? In diese muss man eingeführt werden, ganz besonders, wo die unseren so dermaßen weit auseinander klaffen. Da ist Aufklärungsarbeit wichtig, Zusammenführung, Förderung… was verstehst du denn unter dem Begriff Integration, dass du ihn nicht magst? Das würde mich ganz ehrlich interessieren :-) , denn vielleicht fehlt mir da eine Sichtweise.

  3. Julia schreibt:

    ach, übrigens, nur der Gerechtigkeitshalber: Integration ist natürlich auch im umgekehrten Sinne wichtig – wenn der Deutsche in die Türkei abwandert ;-)

  4. Naja schreibt:

    Einfacher Lösungsvorschlag:
    Wenn jemand eine Ausbildung in Deutschland bezahlt haben will muss er sich bereit erklären auch danach für das Land(für Firmen die in diesem Land ansässig sind) zu arbeiten. Ich würde vorschlagen 5Jahre. Wenn dies nicht geschieht muss man die Ausbildungskosten zurückzahlen…..

    Im Krankenpflegebereich wird dies bereits so gemacht. Ausbildung in einem Spital des Krankenanstanlten Verbundes. Danach glaub i 4Jahre dort arbeiten sonst zahlen….
    (Österreich)

    was haltet ihr davon. Gut, nicht gut, nicht zumutbar.

  5. Türke schreibt:

    @Nadja
    Ist ja im Grunde eine akzeptable Sichtweise. Nur hast du das Problem nicht ganz verstanden. Türken bekommen keinen Job, um einfach mal 5 Jahre nach dem Studium in Deutschland zu arbeiten.
    Deshalb ziehen sie in die Türkei.

  6. jule schreibt:

    Die z.T. hochqualifizierten Türken verlassen immer mehr Deutschland.Das ist leder wahr!. Uns Politik in der BRD ist Katastrophe hoch zehn! Kein Wunder, dass junge dynamische leistungsstarke intelligente Türken dieser perversen Republik immer mehr eiskalt den Rücken kehren und abhauen! Ich als Deutscher kann es nachvollziehen.
    Unser Deutschland ist einfach ein asoziales neidisches Volk!
    Wegen unserer idiotischen Politik verlieren wir viele Türken, die Goldwert sind.

  7. jule schreibt:

    bei unserer Landespolitik und unseren vielen Vorurteilen gegenüber Türken v.a. ist es verständlich, dass uns die Türken immer mehr den Rücken kehren!
    Bravo Deutschland! BRavo Sarrazin! Bravo Berichterstattung deutscher Herkunft!

  8. Türkin schreibt:

    Also, als Außenstehender kann man ja viel sagen.
    Dein Bericht stimmt bis zu einem gewissen Punkt. Wie du schon gesagt hast: ‘nicht alle über einen Kamm scheren’ aber genau das tust du meiner Meinung nach mit: ‘Hat der Chef tatsächlich eine böse Absicht gehabt. Ich meine, ist es nicht eine schlichte Tatsache, dass in der türkischen Kultur die Mädels nach wie vor früh und jung heiraten und sich dann nur noch um ihre Familie kümmern? Wie kann sich das Mädchen da beleidigt gefühlt haben, wenn der Mann einfach nur von einer völlig anderen Mentalität ausging, die ja auch nunmal Fakt ist und nicht ein bloßes Hirngespinst?’ das ist reine Verallgemeinerung, so wie ich sagen würde: Alle Deutschen essen Sauerkraut!

    Natürlich ist eine große Mehrheit so gestimmt, aber es gibt Ausnahmen und gerade diese bekommen keine Chance.

    Ich habe meine Fachhochschulreife gemacht und eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, selbst während meiner Ausbildung habe ich unterschiede zw. den Azubis gesehn, weil ich immer diejenige war die die Drecksarbeit machen musste und zum Dank wurde die Person übernommen, die den Abschluss im Durchschnitt um eine Note schlechter bestanden hat und fast jeden Monat krank war. Soweit so gut, ich habe Absagen bekommen, weil ich trotz deutscher Staatsangehörigkeit Türke in und diese wurde min. 6 mal dreist in die Absage geschrieben! Jetzt studiere ich und trotz meines Erfolges, bekomme ich noch nicht mal eine Praktikumsstelle! Ich weiß von Freunden, dass wenn Bewerbungen mit türkischem Namen eingehen die von vornherein aussortiert werden egal wieviel Qualifaktionen oder Diplomen man hat.

    Ich glaube man sollte hier nicht subjektiv sein. Ich bin Deutsche und mehr integriert als es einige Deutsche sind, aber das hilft mir nicht weiter. Ich denke auch darüber nach auszuwandern, aber nicht in die Türkei!

  9. Deutscher schreibt:

    Hallo zusammen,

    ich bin Deutscher und lebe nun seit sechs Jahren nicht mehr in Deutschland, sondern in Südwesteuropa. Darüber habe ich sogar fast diese vermaledeite Thematik mit den Türken vergessen. So etwas gibt es zum Glück nämlich nicht, wo ich jetzt lebe. Und hier passen sich die Ausländer an, nicht andersrum!!!

    Ich kann euch nur eins sagen. Die Deutschen sind saudumm und lassen alles mit sich machen. Vor allem von Leuten die sich nicht benehmen wie leider das Gros der Türken auf der Nase rum tanzen und verarschen. Und alles wegen dem Scheiß 2. Weltkrieg. Jeder hält seinen Mund und schaut weg. Und die Türken benehmen sich wie die Axt im Walde. Die Grenzen sind ja zum Glück nicht geschlossen. Ich denke, dass diese Leute einfach mal einige Zeit in die Türkei gehen sollten. Da will sie nämlich niemand haben!!! Hier wo ich wohne kriegen Ausländer ein paar aufs Maul, wenn sie mucken, so wie Deutsche in Deutschland von den Türken. Ich spreche nur aus, was ein Großteil meiner Generation denkt. Die meisten Türken wollen sich nicht integrieren und beschränken sich darauf, sich daneben zu benehmen.

    Und die Politik und Berichterstattung ist ein Desaster. Erdogan muckt in einer Tour rum und aus Angst vor den Türken in Deutschland hält sogar die Politik ihren Mund. Deutschland fehlt zum Untergang nur noch ein türkischstämmiger Bundeskanzler.

    Ganz ehrlich, schaut mal ins Ausland. Da behnmen sich die Einwanderer, nicht wie in Deutschland. Die deutsche Polizei müsste die ganzen Rowdies auch mal kräftig aufmischen.

  10. Carsten schreibt:

    Ich denke, eine derartig polemische Meinung hilft dem Thema nicht weiter, die Schuld alleine bei den Türken (und dann auch noch bei allen in Deutschland lebenden) zu suchen ist vergebene Liebesmüh, da die Integrationspolitik auch zu Wünschen übrig lässt und man nicht alle türkischstämmigen Deutschen über einen Kamm scheren kann.
    Jemandem “aufs Maul” zu geben, wenn er sich daneben benimmt ist außerdem auch – egal in welchem Land – illegal und sollte daher nicht motiviert werden.
    Sie sagen, dass Sie seit 6 Jahren im Ausland wohnen und daher kaum noch mit dieser Thematik zu tun haben, dennoch sagen Sie “die Politik und Berichterstattung ist ein Desaster”, das können Sie nach Ihren Aussagen doch gar nicht beurteilen.
    Und was gegen einen türkisch-stämmigen Bundeskanzler einzuwenden wäre, wenn dieser eine deutsche Staatsbürgerschaft hat, sehe ich auch nicht, zumal das das eigentliche Beitragsthema weit übersteigt. Da Sie uns nicht verraten haben, wo genau Sie leben, wäre der Blick ins Ausland wohl nicht angeraten, da die Unruhen in diversen Ländern in den vergangenen Jahren gezeigt haben, dass eine ausländerfeindliche Grundeinstellung und mangelnde Integrationspolitik nur zu Chaos führt und zudem dem euorpäischen Grundgedanken widerspricht.

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